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Glossar

Fachbegriffe aus Sales, Marketing, Recruitment, M&A, Leadership und Immobilien – kurz erklärt.

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

A

Abflussprinzip
Abrechnungsweise, bei der die im Abrechnungszeitraum bezahlten Rechnungen zählen.
Abgeschlossenheitsbescheinigung
Bescheinigung der Baubehörde, dass eine Wohnung oder ein Raum baulich in sich abgeschlossen ist.
Abmahnung
Förmliche Rüge eines Vertragsverstoßes mit der Aufforderung, ihn abzustellen, und dem Hinweis auf Folgen.
Abnahme
Erklärung des Bestellers beim Werkvertrag, dass er das Werk als im Wesentlichen vertragsgemäß annimmt.
Abrechnungsspitze
Unterschied zwischen den Kosten laut Jahresabrechnung und den beschlossenen Vorschüssen eines Eigentümers.
Abschlagszahlung
Teilzahlung für bereits erbrachte Leistung vor der Fertigstellung. Beim Werkvertrag geregelt in § 632a BGB.
Abschreibung
Die Verteilung der Anschaffungskosten eines Anlageguts auf seine Nutzungsdauer. Sie mindert den Gewinn, nicht das Konto.
Absichtserklärung
Ein schriftlich festgehaltener Wille, einen Vertrag zu schließen, oft als Letter of Intent bezeichnet.
Abstandszahlung
Geldbetrag, den eine Partei der anderen für die vorzeitige Beendigung eines Miet- oder Pachtvertrags zahlt.
Abzinsungsfaktor
Kehrwert des Aufzinsungsfaktors hoch Laufzeit, mit dem ein künftiger Betrag auf seinen heutigen Wert umgerechnet wird.
Acquisition Wheel
Arbeitsblatt des US-Investors Roland Frasier mit sieben Bausteinen, die ein Unternehmen kaufen statt aufbauen kann.
AGB-Kontrolle
Gerichtliche Prüfung vorformulierter Vertragsklauseln auf unangemessene Benachteiligung.
AIDA-Formel
Aufbauregel für Werbung: Aufmerksamkeit erregen, Interesse wecken, Wunsch erzeugen, Handlung auslösen.
Akkreditiv
Zahlungszusage einer Bank, die gegen Vorlage festgelegter Dokumente zahlt. Es sichert Käufer und Lieferant zugleich ab.
Alleinauftrag
Maklervertrag, bei dem der Auftraggeber für eine feste Zeit keinen weiteren Makler einschaltet und der Makler tätig werden muss.
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
Gesetz gegen Benachteiligung wegen Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität.
Allstimmigkeit
Zustimmung aller im Grundbuch eingetragenen Wohnungseigentümer, nicht nur aller Anwesenden.
Altlasten
Schädliche Bodenveränderungen durch frühere Nutzung, etwa auf stillgelegten Deponien oder Industrieflächen.
Änderungskündigung
Kündigung, verbunden mit dem Angebot, den Vertrag zu geänderten Bedingungen fortzusetzen.
Anerkannte Regeln der Technik
Technische Regeln, die fachlich anerkannt sind und sich in der Praxis bewährt haben. Mindeststandard jeder Bauleistung.
Anfechtung
Einseitige Erklärung, mit der eine fehlerhaft zustande gekommene Willenserklärung rückwirkend beseitigt wird.
Anfechtungsklage
Klage eines Eigentümers gegen die Gemeinschaft, mit der ein fehlerhafter Beschluss für ungültig erklärt wird.
Ankaufsrecht
Das gegen eine Prämie erworbene Recht, ein Objekt innerhalb einer Frist zu einem festen Preis zu kaufen.
Anlagevermögen
Vermögensgegenstände, die dem Betrieb dauerhaft dienen, etwa Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge und Software.
Annuität
Gleichbleibende Rate aus Zins und Tilgung, mit der ein Darlehen zurückgezahlt wird.
Annuitätendarlehen
Darlehen mit gleicher Rate aus Zins und Tilgung. Der Tilgungsanteil wächst mit jeder Rate.
Anschaffungskosten
Alle Aufwendungen, um ein Wirtschaftsgut zu erwerben, also Kaufpreis plus direkte Nebenkosten.
Anschaffungsnahe Herstellungskosten
Instandsetzungskosten der ersten 3 Jahre nach dem Kauf über 15 Prozent der Gebäudekosten.
Anschlussfinanzierung
Neue Finanzierung der Restschuld, wenn die Zinsbindung eines Darlehens endet.
Anteilstausch
Gegenleistung für einen Kauf in Form von Anteilen an einer anderen Gesellschaft statt in Geld.
Arbitrage
Ertrag aus einem Preisunterschied für dasselbe Gut, etwa weil zwei Nutzer ihm einen unterschiedlichen Wert beimessen.
Architektenvertrag
Vertrag über Planungs- und Überwachungsleistungen eines Architekten, seit 2018 eigener Vertragstyp im BGB.
Arglistige Täuschung
Bewusstes Erregen eines Irrtums, um den anderen zum Vertragsschluss zu bewegen; berechtigt zur Anfechtung.
Asset Management
Wertorientierte Steuerung einzelner Immobilien im Auftrag des Eigentümers, zwischen Portfolio- und Facility-Management.
Aufbauorganisation
Gliederung eines Unternehmens in Stellen, Abteilungen und Leitungsebenen.
Aufhebungsvertrag
Vertrag, mit dem beide Parteien ein Mietverhältnis einvernehmlich zu einem vereinbarten Termin beenden.
Auflassung
Einigung von Verkäufer und Käufer über den Eigentumsübergang am Grundstück, erklärt vor dem Notar.
Auflassungsvormerkung
Eintrag im Grundbuch, der den Anspruch des Käufers auf das Eigentum bis zur Umschreibung sichert.
Aufrechnung
Zwei Parteien verrechnen gegenseitige Forderungen miteinander. Statt zweier Zahlungen genügt eine Erklärung.
Aufteilungsplan
Bauzeichnung, die Lage und Größe von Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum im Gebäude zeigt.
Auftragsverarbeitung
Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister im Auftrag und nach Weisung des Verantwortlichen.
Auftragsvorfinanzierung
Finanzierung der Kosten eines Auftrags, bevor der Kunde zahlt. Sicherheit ist der bestätigte Auftrag.
Aufwendungsersatz
Erstattung konkreter Auslagen des Maklers, etwa für Inserate. Er setzt eine ausdrückliche Vereinbarung voraus.
Aufzinsungsfaktor
Faktor q gleich 1 plus Zinssatz in Prozent geteilt durch 100, mit dem ein Kapital für ein Jahr aufgezinst wird.
Ausbildereignung
Persönliche und fachliche Eignung zum Ausbilden nach dem Berufsbildungsgesetz, meist durch Prüfung vor der IHK nachgewiesen.
Ausbildungsordnung
Rechtsverordnung, die Berufsbild, Dauer, Ausbildungsrahmenplan und Prüfungsanforderungen eines Ausbildungsberufs festlegt.
Ausbildungsvertrag
Vertrag zwischen Betrieb und Auszubildendem über Inhalt, Dauer, Vergütung und Pflichten der Berufsausbildung.
Ausgleichsfläche
Fläche, auf der Eingriffe eines Bauvorhabens in Natur und Landschaft durch Naturschutzmaßnahmen ausgeglichen werden.
Auskunftsrecht
Recht jeder Person nach Art. 15 DSGVO zu erfahren, ob und welche Daten über sie verarbeitet werden.
Außerordentliche Kündigung
Beendigung eines Vertrags aus wichtigem Grund, meist ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist.
Auszahlplan
Plan, bei dem ein Kapital in gleichen Raten über eine feste Laufzeit entnommen und dabei ganz oder teilweise verbraucht wird.
Aval
Eine Bürgschaft oder Garantie, die eine Bank für ihren Kunden gegenüber einem Dritten übernimmt.

B

Balanced Scorecard
Steuerungsinstrument, das Ziele und Kennzahlen aus vier Blickwinkeln verbindet: Finanzen, Kunden, Prozesse, Mitarbeiter.
Bankbürgschaft
Eine Bank verbürgt sich gegenüber einem Dritten für Ihre Zahlung. Sie ersetzt Barsicherheiten wie eine Mietkaution.
Bargebot
Teil des Gebots in der Zwangsversteigerung, den der Ersteher bar an das Gericht zahlt.
Barrierefreies Bauen
Bauweise, die Gebäude und Wohnungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ohne fremde Hilfe nutzbar macht.
Barwert
Heutiger Wert künftiger Zahlungen, ermittelt durch Abzinsung mit einem gewählten Zinssatz.
Barwertfaktor
Faktor zur Kapitalisierung jährlicher Erträge, abhängig von Liegenschaftszinssatz und Restnutzungsdauer.
Bauabzugsteuer
Steuerabzug von 15 Prozent, den unternehmerische Auftraggeber von Bauleistungen einbehalten und an das Finanzamt abführen.
Baubetreuung
Dienstleistung, bei der ein Betreuer ein Bauvorhaben im Namen und für Rechnung des Bauherrn vorbereitet und abwickelt.
Baugeld
Geld, das zur Bestreitung von Baukosten gewährt und meist durch ein Grundpfandrecht am Baugrundstück gesichert wird.
Baugenehmigung
Bescheid der Bauaufsicht, dass ein Vorhaben dem öffentlichen Baurecht entspricht und begonnen werden darf.
Baugrundgutachten
Fachgutachten über Bodenschichten, Tragfähigkeit und Grundwasser eines Grundstücks als Grundlage für die Gründung.
Bauherrenhaftpflichtversicherung
Haftpflichtversicherung des Bauherrn für Schäden, die Dritte durch die Baustelle erleiden.
Baulast
Öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Bauaufsicht, eingetragen im Baulastenverzeichnis.
Bauleistung
Leistung, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung eines Bauwerks dient.
Bauleistungsversicherung
Versicherung des entstehenden Bauwerks gegen unvorhergesehene Schäden und Diebstahl eingebauter Teile während der Bauzeit.
Bauliche Veränderung
Maßnahme am Gemeinschaftseigentum, die über die Erhaltung hinausgeht, etwa Anbau, Umbau oder neue Anlage.
Baunutzungsverordnung
Verordnung des Bundes zu Baugebieten sowie zu Art und Maß der baulichen Nutzung in Bebauungsplänen.
Bausparvertrag
Vertrag mit einer Bausparkasse über Ansparen eines Guthabens und Anspruch auf ein zinsfestes Darlehen.
Bautagebuch
Tägliche Aufzeichnung über Wetter, Personal, Leistungen, Störungen und Besprechungen auf einer Baustelle.
Bauträger
Unternehmen, das im eigenen Namen baut und Häuser oder Wohnungen an Erwerber verkauft.
Bauvoranfrage
Antrag an die Bauaufsicht, einzelne Fragen eines Vorhabens vorab verbindlich durch einen Vorbescheid zu klären.
Bauvorlagen
Unterlagen, die mit dem Bauantrag einzureichen sind, etwa Lageplan, Bauzeichnungen, Baubeschreibung und statische Berechnung.
Bebauungsplan
Verbindlicher Bauleitplan der Gemeinde, der Art und Maß der baulichen Nutzung für ein Teilgebiet festsetzt.
Bedenkenanmeldung
Schriftlicher Hinweis der Baufirma an den Auftraggeber, dass sie eine Vorgabe, einen Stoff oder eine Vorleistung für fehlerhaft hält.
Belegeinsicht
Recht des Mieters, die Rechnungen und Verträge zur Betriebskostenabrechnung einzusehen.
Belegprüfung
Die Prüfung der Abrechnungsbelege einer Verwaltung, etwa durch den Verwaltungsbeirat einer Eigentümergemeinschaft.
Belegungsbindung
Pflicht, eine geförderte Wohnung nur an berechtigte Haushalte zu vermieten.
Beleihungsauslauf
Verhältnis von Darlehen samt Vorlasten zum Beleihungswert, angegeben in Prozent.
Beleihungsgrenze
Anteil des Beleihungswerts, bis zu dem eine Bank ein Darlehen erstrangig und günstig gewährt.
Beleihungswert
Der Wert, den eine Bank einer Immobilie als Sicherheit zugrunde legt. Er liegt meist unter dem Marktwert.
Benennungsrecht
Vereinbartes Recht des Käufers, bis zu einem Stichtag einen anderen Erwerber zu benennen, der an seiner Stelle kauft.
Beratervertrag
Vertrag, mit dem der Verkäufer nach der Übergabe gegen Honorar für den Käufer weiterarbeitet, etwa bei Kunden und Lieferanten.
Beratungsprotokoll
Schriftliche Aufzeichnung eines Beratungsgesprächs mit Teilnehmern, Wünschen, Empfehlungen und Hinweisen auf Risiken.
Bereitstellungszinsen
Zinsen, die eine Bank für zugesagte, noch nicht abgerufene Darlehensbeträge berechnet.
Berliner Räumung
Räumung, bei der der Gerichtsvollzieher nur die Wohnung herausgibt und der Vermieter sein Pfandrecht an den Sachen geltend macht.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Versicherung, die eine monatliche Rente zahlt, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können.
Beschluss-Sammlung
Fortlaufendes Verzeichnis aller Beschlüsse und gerichtlichen Entscheidungen einer Gemeinschaft, geführt vom Verwalter.
Beschlussfähigkeit
Voraussetzung, unter der eine Eigentümerversammlung wirksam beschließen kann; seit Dezember 2020 ohne gesetzliches Quorum.
Beschlusskompetenz
Befugnis der Eigentümer, eine Angelegenheit per Mehrheitsbeschluss zu regeln, die sich aus Gesetz oder Vereinbarung ergibt.
Beschränkte persönliche Dienstbarkeit
Nutzungsrecht an einem fremden Grundstück für eine bestimmte Person, etwa ein Wohnungs- oder Leitungsrecht.
Beseitigungsanspruch
Recht, vom Störer die Beseitigung einer Beeinträchtigung des Eigentums zu verlangen, etwa den Rückbau eines Anbaus.
Bestandshalter
Eigentümer, der Immobilien langfristig hält und vermietet, statt sie zu entwickeln oder weiterzuverkaufen.
Bestandskraft
Endgültige Verbindlichkeit eines Beschlusses, der nicht fristgerecht angefochten oder dessen Anfechtung abgewiesen wurde.
Bestandsverzeichnis
Erster Teil des Grundbuchblatts, der das Grundstück nach Lage, Größe und Nutzungsart beschreibt.
Bestellerprinzip
Regel bei Mietwohnungen: Die Provision zahlt, wer den Makler beauftragt, meist der Vermieter.
Beteiligungsgesellschaft
Gesellschaft, die Anteile mehrerer Beteiligter bündelt und gemeinsam an einem Unternehmen hält.
Betreibermodell
Eigentum und Betrieb einer Immobilie liegen bei verschiedenen Parteien. Der Eigentümer erhält Pacht, der Betreiber trägt das operative Geschäft.
Betreiberverantwortung
Gesamtheit der Pflichten des Eigentümers oder Betreibers, Gebäude und Anlagen sicher und rechtskonform zu betreiben.
Betreibervertrag
Vertrag zwischen Eigentümer und Betreiber einer Spezialimmobilie, etwa eines Hotels oder eines Pflegeheims.
Betreutes Wohnen
Wohnform für ältere Menschen mit eigener Wohnung und zusätzlich buchbaren Service- und Betreuungsleistungen.
Betriebsaufspaltung
Trennung von Immobilie und Betrieb in zwei Gesellschaften, wobei der Betrieb die Immobilie pachtet. Sie hat eigene steuerliche Folgen.
Betriebshaftpflichtversicherung
Haftpflichtversicherung eines Unternehmens für Personen- und Sachschäden, die Dritte durch den Betrieb erleiden.
Betriebskosten
Laufende Kosten aus Eigentum und Gebrauch eines Gebäudes, etwa Grundsteuer, Wasser, Müll und Hausreinigung.
Betriebskostenabrechnung
Jährliche Abrechnung der umlagefähigen Kosten einer Immobilie, etwa Wasser, Müll oder Hausmeister, gegenüber den Mietern.
Betriebskostenverordnung
Verordnung, die abschließend festlegt, welche Betriebskosten ein Vermieter auf Wohnraummieter umlegen darf.
Betriebspflicht
Vertragliche Pflicht des Gewerbemieters, sein Geschäft zu festen Zeiten geöffnet zu halten.
Betriebsprüfung
Prüfung der steuerlichen Verhältnisse eines Unternehmens durch das Finanzamt, auch Außenprüfung genannt.
Betriebsübergang
Geht ein Betrieb oder Betriebsteil auf einen neuen Inhaber über, gehen die Arbeitsverhältnisse mit über (§ 613a BGB).
Betriebsverpachtung
Der Inhaber überlässt seinen Betrieb gegen Pacht einem anderen zur Führung. Oft mit Kaufoption bei Nachfolgen.
Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
Laufende Auswertung der Buchhaltung, meist monatlich vom Steuerberater erstellt. Sie zeigt Umsatz, Kosten und Ergebnis im Jahresverlauf.
Bewirtschaftungskosten
Kosten der ordnungsgemäßen Bewirtschaftung: Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfallwagnis und nicht umlegbare Betriebskosten.
Bodenrichtwert
Durchschnittlicher Lagewert des Bodens je Quadratmeter, den der Gutachterausschuss aus Kaufpreisen ableitet.
Bodenwert
Wert eines Grundstücks ohne Gebäude, meist ermittelt aus Vergleichspreisen oder Bodenrichtwerten.
Bonität
Kreditwürdigkeit eines Unternehmens oder einer Person. Sie zeigt, wie sicher ein Geldgeber sein Geld zurückerwartet.
Brennwertkessel
Heizkessel, der zusätzlich die Wärme im Abgas nutzt und dadurch weniger Brennstoff verbraucht als ältere Kessel.
Bruttogrundfläche
Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Gebäudes nach DIN 277, kurz BGF.
Buchwert
Der Wert, mit dem ein Vermögensgegenstand in der Bilanz steht. Er sagt oft wenig über den heutigen Marktwert.
Bundesanzeiger
Amtliches Veröffentlichungsorgan, in dem unter anderem Kapitalgesellschaften ihre Jahresabschlüsse offenlegen.
Bürgschaft
Vertrag, in dem sich ein Dritter verpflichtet, für die Schuld eines anderen einzustehen, wenn dieser nicht zahlt.
Bürgschaftsbank
Förderinstitut der Wirtschaft, das Kredite für kleine und mittlere Unternehmen verbürgt, wenn Sicherheiten fehlen.
Buy and Build
Kaufstrategie, bei der ein Unternehmen als Plattform gekauft und durch kleinere Zukäufe erweitert wird.

C

CAFM
Computer Aided Facility Management: Software, die Gebäudedaten, Flächen, Wartung und Verträge über den Lebenszyklus steuert.
Cap-Darlehen
Darlehen mit variablem Zins, für das eine feste Zinsobergrenze vereinbart ist; die Absicherung kostet eine einmalige Prämie.
Carve-out
Herauslösen eines Teilbereichs aus einem Unternehmen, etwa einer Sparte, als eigenständige Einheit.
Cash-free / Debt-free
Preisregel beim Firmenkauf: Der Kaufpreis gilt ohne Barmittel und ohne Finanzschulden. Beides wird am Stichtag verrechnet.
Change-of-Control-Klausel
Vertragsklausel, die einem Partner bei einem Wechsel des Eigentümers Rechte gibt, etwa ein Sonderkündigungsrecht.
Claims-made-Prinzip
Regel, nach der Versicherungsschutz besteht, wenn der Anspruch während der Vertragslaufzeit erhoben wird.
Commercial Due Diligence
Prüfung des Geschäfts selbst vor einem Kauf: Markt, Kunden, Wettbewerb, Preise und Planung.
Compliance-Management
Organisation, die sicherstellt, dass Gesetze und interne Regeln im Unternehmen eingehalten werden.
Contracting
Auslagerung von Wärmeerzeugung oder Energieversorgung an ein spezialisiertes Unternehmen gegen Entgelt.
Controlling
Planung, Steuerung und Kontrolle betrieblicher Abläufe anhand von Zahlen und Zielen.
Corporate Governance
Grundsätze guter Unternehmensführung und -überwachung: Transparenz, klare Verantwortung und Schutz der Eigentümerinteressen.
Corporate Identity
Einheitliches Erscheinungsbild, Kommunikation und Verhalten eines Unternehmens nach innen und außen.
Courtage
Vergütung, die ein Versicherungsmakler vom Versicherer für vermittelte Verträge erhält; sie steckt meist in der Prämie.
Covenants
Auflagen im Kreditvertrag, mit denen der Kreditnehmer Kennzahlen, Informations- und Verhaltenspflichten während der Laufzeit zusagt.
Crowdfunding
Finanzierung eines Vorhabens durch viele Anleger mit kleinen Beträgen über Internetplattformen, auch Schwarmfinanzierung.

D

D&O-Versicherung
Vermögensschadenhaftpflicht für Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsorgane, abgeschlossen vom Unternehmen.
Dach und Fach
Konstruktive Teile eines Gebäudes wie Dach, Fundamente, Außenmauern und tragende Wände.
Dampfsperre
Folie auf der warmen Seite der Dämmung, die Feuchtigkeit aus dem Wohnraum von der Dämmung fernhält.
Datenschutz-Folgenabschätzung
Vorab-Prüfung nach Art. 35 DSGVO, ob eine Verarbeitung ein hohes Risiko für Betroffene birgt und wie es zu mindern ist.
Datenschutzbeauftragter
Person, die ein Unternehmen beim Datenschutz berät und die Einhaltung überwacht.
Debt-Equity-Swap
Der Tausch einer Forderung gegen eine Beteiligung. Aus einem Gläubiger wird ein Gesellschafter.
Deckungssumme
Höchstbetrag, bis zu dem eine Haftpflicht- oder Rechtsschutzversicherung je Schaden oder Jahr leistet.
DIN 276
Norm, die Kosten im Bauwesen in Kostengruppen von Grundstück bis Finanzierung gliedert und die Stufen der Kostenermittlung festlegt.
DIN 277
Norm zur Ermittlung von Grundflächen und Rauminhalten im Hochbau.
Disagio
Abschlag vom Auszahlungsbetrag eines Darlehens, der wirtschaftlich vorausbezahlter Zins ist.
Discounted-Cashflow-Verfahren
Bewertungsverfahren, das künftige Zahlungsüberschüsse über einen Zeitraum auf den Stichtag abzinst.
Dissens
Fehlende Einigung der Vertragsparteien über einen Punkt, über den nach dem Willen einer Partei eine Einigung nötig ist.
Doppelmakler
Makler, der für Verkäufer und Käufer zugleich tätig wird und deshalb zu strenger Neutralität verpflichtet ist.
Doppelt qualifizierte Mehrheit
Mehrheit von mehr als zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen und der Hälfte aller Miteigentumsanteile.
Drittsicherheit
Sicherheit, die nicht der Kreditnehmer, sondern ein Dritter für dessen Darlehen stellt, etwa eine Grundschuld auf seinem Haus.
Drittverwendbarkeit
Eignung einer Immobilie für andere Mieter oder Zwecke, wenn der bisherige Nutzer auszieht.

E

Earn-out
Teil des Kaufpreises, der erst später fließt, wenn der Betrieb vereinbarte Ergebnisse erreicht.
EBITDA
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Häufige Bezugsgröße für Kaufpreise beim Unternehmenskauf.
Echtes und unechtes Factoring
Zwei Formen des Forderungsverkaufs. Beim echten Factoring trägt der Käufer das Ausfallrisiko, beim unechten der Verkäufer.
Effektiver Jahreszins
Gesamtkosten eines Kredits, umgerechnet in einen Prozentsatz pro Jahr. Er macht Angebote vergleichbar.
Eigenbedarf
Kündigungsgrund, wenn der Vermieter die Wohnung für sich, Familienangehörige oder Haushaltsangehörige benötigt.
Eigenkapitalquote
Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Zeigt, wie viel des Vermögens nicht fremdfinanziert ist.
Eigenkapitalrendite
Jährlicher Überschuss eines Objekts im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital, in Prozent.
Eigenleistung
Eigener Beitrag des Bauherrn zur Finanzierung, etwa durch Arbeit am Bau oder ein eingebrachtes Grundstück.
Eigenschaftsirrtum
Irrtum über eine verkehrswesentliche Eigenschaft einer Sache oder Person, der ausnahmsweise zur Anfechtung berechtigt.
Eigentümergemeinschaft
Gemeinschaft aller Wohnungseigentümer einer Anlage. Sie entscheidet in der Eigentümerversammlung, etwa über den Verwalter.
Eigentümergrundschuld
Grundschuld, die dem Eigentümer des belasteten Grundstücks selbst zusteht.
Eigentümerversammlung
Versammlung aller Wohnungseigentümer einer Anlage. Hier fallen die wesentlichen Beschlüsse, auch über den Verwalter.
Eigentumsvorbehalt
Die Ware bleibt Eigentum des Lieferanten, bis sie vollständig bezahlt ist.
Einbringung
Übertragung von Vermögen, etwa Immobilien oder einem Betrieb, in eine Gesellschaft gegen Gewährung von Anteilen.
Eingriffsregelung
Pflicht, Eingriffe in Natur und Landschaft zu vermeiden und unvermeidbare Beeinträchtigungen auszugleichen.
Einheitspreisvertrag
Bauvertrag, bei dem nach den tatsächlich ausgeführten Mengen zu festen Einheitspreisen abgerechnet wird.
Einmaleffekt
Ertrag oder Aufwand, der nicht regelmäßig wiederkehrt und deshalb das laufende Ergebnis verzerrt.
Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)
Vereinfachte Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG. Maßgeblich ist, wann Geld fließt, nicht wann eine Leistung erbracht wird.
Einsichtsrecht
Recht jedes Wohnungseigentümers nach § 18 Abs. 4 WEG, jederzeit und ohne Begründung die Verwaltungsunterlagen einzusehen.
Einstweilige Verfügung
Gerichtliche Eilentscheidung, die ein Verhalten vorläufig untersagt, bis über die Sache selbst entschieden ist.
Eintragungsbewilligung
Beglaubigte Erklärung dessen, dessen Recht betroffen ist, dass er einer Eintragung im Grundbuch zustimmt.
Eisberg-Modell
Bild für Gespräche: Nur der Sachinhalt liegt sichtbar oben, Gefühle und Motive steuern den größeren Teil darunter.
Elementarschadenversicherung
Zusatzschutz zur Gebäudeversicherung gegen Naturgefahren wie Überschwemmung, Starkregen, Erdrutsch oder Schneedruck.
Endfälliges Darlehen
Darlehen mit reinen Zinszahlungen, das am Ende in einer Summe getilgt wird.
Energieausweis
Dokument, das den Energiebedarf oder Energieverbrauch eines Gebäudes mit Kennwerten und Effizienzklasse ausweist.
Energiemanagement
Planmäßige Erfassung, Steuerung und Senkung des Energieverbrauchs von Gebäuden und Anlagen.
Enteignung
Hoheitlicher Entzug oder Belastung von Eigentum zum Wohl der Allgemeinheit gegen gesetzlich geregelte Entschädigung.
Entlastung des Verwalters
Beschluss der Eigentümer, mit dem sie die Amtsführung des Verwalters für einen Zeitraum billigen und auf erkennbare Ansprüche verzichten.
Entwicklungszustand
Stufe eines Grundstücks auf dem Weg zum Bauland: Agrarfläche, Bauerwartungsland, Rohbauland oder baureifes Land.
Entziehung des Wohnungseigentums
Verfahren, mit dem die Gemeinschaft einen Eigentümer nach schweren Pflichtverstößen zur Veräußerung zwingt.
Erbbaurecht
Das Recht, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu haben. Der Eigentümer erhält dafür einen laufenden Erbbauzins.
Erbbauzins
Laufendes Entgelt, das der Erbbauberechtigte dem Grundstückseigentümer für die Nutzung des Grundstücks zahlt.
Erbengemeinschaft
Gemeinschaft mehrerer Erben, denen der Nachlass bis zur Auseinandersetzung gemeinsam gehört.
Erbschein
Gerichtliches Zeugnis über das Erbrecht und die Größe der Erbteile.
Erfolgshonorar
Vergütung, die nur bei Erfolg fällig wird, etwa je abgeschlossenem Vertrag statt als festes Honorar vorab.
Erfolgsprinzip
Grundsatz des Maklerrechts: Provision gibt es nur, wenn infolge der Maklertätigkeit ein Hauptvertrag zustande kommt.
Erfüllungsgehilfe
Person, die mit Wissen und Wollen des Schuldners bei der Erfüllung seiner Pflichten tätig wird, etwa ein beauftragter Handwerker.
Erfüllungsübernahme
Eine Absprache, in der ein Dritter die Schuld eines anderen bezahlt. Gegenüber dem Gläubiger bleibt der alte Schuldner verpflichtet.
Erhaltungsaufwand
Kosten, die ein Gebäude im bisherigen Zustand erhalten. Bei Vermietung sind sie sofort als Werbungskosten abziehbar.
Erhaltungsrücklage
Geldreserve einer Wohnungseigentümergemeinschaft für künftige Instandhaltung und Sanierung. Früher Instandhaltungsrücklage genannt.
Erhöhte Absetzung
Steuerliche Sonderabschreibung für Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten über 12 Jahre.
Erinnerungswert
Ein Wert von einem Euro für voll abgeschriebene Gegenstände, die noch vorhanden sind. Er zeigt nur, dass es sie gibt.
Erlaubnis nach § 34c GewO
Gewerberechtliche Erlaubnis unter anderem für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter. Sie wird der Person des Gewerbetreibenden erteilt.
ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge
Förderkredit der KfW (Programm 077) für Gründungen und Unternehmensnachfolgen. Er wird über die Hausbank beantragt.
ERP-Gründerkredit StartGeld
Förderkredit der KfW für Gründungen und Übernahmen bis 200.000 Euro, beantragt über die Hausbank.
Erschließung
Anschluss eines Grundstücks an Straße, Wasser, Abwasser und Energie. Ohne gesicherte Erschließung ist kein Bau zulässig.
Erschließungsbeitrag
Abgabe der Gemeinde an Grundstückseigentümer für die Herstellung von Straßen, Wegen und ähnlichen Anlagen.
Erschließungsvertrag
Vertrag, mit dem eine Gemeinde die Herstellung von Erschließungsanlagen auf einen privaten Erschließungsträger überträgt.
Erstmalige Herstellung
Pflicht der Gemeinschaft, das Gemeinschaftseigentum erstmals so herzustellen, wie es Teilungserklärung, Pläne und Baubeschreibung vorsehen.
Ertragswert
Wert eines Unternehmens oder einer Immobilie, abgeleitet aus den künftig erwarteten Erträgen.
Erwerbsgesellschaft
Eigens für einen Unternehmenskauf gegründete Gesellschaft, die Finanzierung aufnimmt und die Anteile erwirbt. Auch NewCo.
Erwerbsnebenkosten
Kosten, die beim Kauf zusätzlich zum Kaufpreis anfallen, etwa Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch.
EURIBOR
Referenzzins, zu dem sich europäische Banken untereinander Geld leihen, Basis vieler variabler Darlehen.
Exposé
Verkaufs- oder Vermietungsunterlage mit Beschreibung, Bildern, Plänen und Preisangaben eines Objekts.

F

Facility-Management
Bewirtschaftung von Gebäuden in der Nutzungsphase mit kaufmännischen, technischen und infrastrukturellen Leistungen.
Factoring
Verkauf offener Rechnungen an einen Finanzierer. Sie erhalten das Geld sofort, abzüglich einer Gebühr.
Fälligkeitsmitteilung
Schreiben des Notars, dass alle vereinbarten Voraussetzungen für die Zahlung des Kaufpreises erfüllt sind.
Fernabsatzvertrag
Vertrag zwischen Unternehmer und Verbraucher, der nur über Telefon, E-Mail, Brief oder Internet zustande kommt.
Feuerrohbauversicherung
Versicherung des Rohbaus und der Baustoffe gegen Feuer, Blitzschlag und Explosion bis zur Bezugsfertigkeit.
Financial Due Diligence
Prüfung der Finanzen eines Unternehmens vor dem Kauf: Abschlüsse, Zahlungsfluss, Bereinigungen und Verpflichtungen.
Finanzierungsvermittler
Vermittler, der Kreditnehmern Darlehen bei Banken und anderen Geldgebern beschafft. Die Tätigkeit ist erlaubnispflichtig.
Finanzierungszusage
Schriftliche Erklärung eines Kreditgebers, ein Darlehen zu bestimmten Bedingungen zu gewähren. Sie ist meist befristet.
Firmenfortführung
Der Käufer führt den Namen eines übernommenen Geschäfts weiter. Daran kann eine Haftung für alte Schulden hängen.
FIU
Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen beim Zoll, die Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz entgegennimmt.
Flächennutzungsplan
Vorbereitender Bauleitplan für das ganze Gemeindegebiet, der die geplante Bodennutzung in Grundzügen darstellt.
Flurkarte
Amtliche Karte des Liegenschaftskatasters mit Grenzen, Gebäuden und Nummern der Flurstücke.
Flurstück
Kleinste Einheit des Liegenschaftskatasters, eine abgegrenzte Fläche mit eigener Nummer.
Forderungsabtretung
Übertragung einer Forderung auf einen anderen Gläubiger, etwa an eine Bank als Sicherheit für einen Kredit.
Forderungsverzicht
Ein Gläubiger erlässt einen Teil seiner Forderung. Für den Schuldner kann daraus ein steuerlich relevanter Ertrag entstehen.
Formularvertrag
Vorformulierter Vertrag für viele Fälle, dessen Klauseln als Allgemeine Geschäftsbedingungen streng kontrolliert werden.
Forward-Darlehen
Darlehen, das heute zu festem Zins für eine spätere Anschlussfinanzierung abgeschlossen wird.
Franchisegebühr
Die Zahlung des Franchisenehmers an den Franchisegeber für Nutzung von Marke, System und Unterstützung.
Franchising
Vertriebs- und Geschäftsmodell, bei dem ein Geber sein erprobtes Konzept gegen Gebühr an selbständige Nehmer überlässt.
Freier Cashflow (freier Zahlungsfluss)
Geld aus dem laufenden Geschäft nach den nötigen Investitionen. Es steht für Tilgung und Ausschüttung zur Verfügung.
Freihändige Vergabe
Vergabe von Bauleistungen ohne förmliches Ausschreibungsverfahren, etwa bei kleinen, dringenden oder nicht beschreibbaren Aufträgen.
Freistellung
Zusage des Verkäufers, den Käufer von einem bekannten Risiko freizuhalten, etwa aus einer laufenden Betriebsprüfung.
Freistellungsbescheinigung
Bescheinigung des Finanzamts eines Bauunternehmers, die den Auftraggeber vom Abzug der Bauabzugsteuer befreit.
Freiwillige Grundstücksversteigerung
Verkauf eines Grundstücks durch einen zugelassenen Versteigerer im Auftrag des Eigentümers; der Zuschlag begründet einen Kaufvertrag.
Fremdwährungsdarlehen
Darlehen in einer fremden Währung, dessen Schuld in Euro mit dem Wechselkurs schwankt.
Fusionskontrolle
Prüfung von Unternehmenszusammenschlüssen durch das Bundeskartellamt. Sie greift erst ab hohen Umsatzschwellen.

G

Gebäudeenergiegesetz
Gesetz mit energetischen Anforderungen an Neubau und Bestand, seit Juli 2026 als Gebäudemodernisierungsgesetz reformiert.
Gebäudemanagement
Gesamtheit aller Leistungen zum Betreiben und Bewirtschaften von Gebäuden nach DIN 32736.
Gefahrübergang
Zeitpunkt, ab dem der Käufer das Risiko trägt, dass die Ware untergeht oder beschädigt wird.
Geldwäsche
Verschleiern der Herkunft von Vermögen aus Straftaten, um es später als scheinbar legales Vermögen zu nutzen.
Gemarkung
Katasterbezirk, der meist mit dem Gebiet einer Gemeinde übereinstimmt und in Fluren gegliedert ist.
Gemeinschaftseigentum
Grundstück und alle Gebäudeteile, die weder Sondereigentum noch Eigentum Dritter sind.
Gemeinschaftsgeschäft
Zusammenarbeit zweier Makler an einem Geschäft: einer bringt das Objekt, der andere den Interessenten.
Gemeinschaftsordnung
Vereinbarte Regeln der Eigentümer für ihr Verhältnis untereinander, meist Teil der Teilungserklärung.
Generalunternehmer
Unternehmen, das alle Bauleistungen eines Projekts aus einer Hand übernimmt und Teile an Nachunternehmer vergibt.
Gerichtsvollzieher
Beamter, der Pfändungen und Räumungen durchführt und Schriftstücke förmlich zustellt.
Geringstes Gebot
Mindestgebot in der Zwangsversteigerung, das die Verfahrenskosten und alle vorrangigen Rechte deckt.
Gesamtkostenverfahren
Gliederung der GuV nach Kostenarten wie Material, Personal und Abschreibungen. Das Gegenstück ist das Umsatzkostenverfahren.
Gesamtnutzungsdauer
Übliche Zeit, in der eine bauliche Anlage ab Fertigstellung bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung genutzt werden kann.
Geschäftsordnungsbeschluss
Beschluss über den Ablauf der Eigentümerversammlung, etwa zu Redezeit, Versammlungsleiter oder Teilnahme Dritter.
Geschäftsverteilungsplan
Übersicht, wer im Unternehmen wofür und mit welchen Befugnissen zuständig ist.
Geschäftswert
Differenz zwischen Kaufpreis und Wert des übernommenen Vermögens abzüglich Schulden. Englisch Goodwill.
Geschlossener Immobilienfonds
Fonds, der Kapital vieler Anleger für wenige, festgelegte Objekte sammelt und danach geschlossen wird.
Geschossflächenzahl
Kennzahl im Bebauungsplan: zulässige Geschossfläche aller Vollgeschosse je Quadratmeter Grundstücksfläche.
Gesellschafterdarlehen
Kredit, den ein Gesellschafter seiner eigenen Gesellschaft gibt.
Gesellschaftervereinbarung
Vertrag zwischen Gesellschaftern über Entscheidungen, Ausstieg und Bewertung, ergänzend zum Gesellschaftsvertrag.
Gesellschafterverrechnungskonto
Konto, auf dem Zahlungen zwischen Gesellschaft und Gesellschafter gebucht werden, die keine Ausschüttung sind.
Gesellschaftsvertrag
Vertrag, der Zweck, Kapital, Stimmrechte und Pflichten der Gesellschafter einer Gesellschaft regelt. Bei der GmbH auch Satzung.
Gewährleistung
Einstandspflicht des Verkäufers für Mängel der Kaufsache. Beim Unternehmenskauf meist im Vertrag genau geregelt.
Gewährleistungseinbehalt
Teil der Vergütung, den der Auftraggeber am Bau als Sicherheit für Mängel während der Gewährleistung zurückhält.
Gewässerschadenhaftpflichtversicherung
Haftpflichtversicherung für Schäden an Boden und Wasser, etwa durch auslaufendes Heizöl aus einem Öltank.
Gewerblicher Grundstückshandel
An- und Verkauf von Immobilien in einem Umfang, der steuerlich als Gewerbebetrieb gilt.
Gewinn- und Verlustrechnung
Teil des Jahresabschlusses, der Erträge und Aufwendungen eines Jahres gegenüberstellt und das Jahresergebnis zeigt.
Gewinnschwelle
Der Umsatz, ab dem ein Unternehmen seine Kosten deckt und weder Gewinn noch Verlust macht. Englisch: Break-even.
Gleitende Neuwertversicherung
Gebäudeversicherung, deren Summe sich laufend an die Baupreise anpasst.
GmbH & Co. KG
Kommanditgesellschaft, deren persönlich haftender Gesellschafter eine GmbH ist; so wird die Vollhaftung begrenzt.
Goodwill
Geschäfts- oder Firmenwert: der Teil des Kaufpreises, der über das bilanzierte Vermögen hinausgeht.
Gradtagszahl
Monatlicher Gewichtungswert, der den höheren Wärmebedarf im Winter bei der Kostenteilung berücksichtigt.
Großanlage zur Trinkwassererwärmung
Warmwasseranlage mit mehr als 400 Litern Speicher oder mehr als 3 Litern in einer Leitung bis zur Zapfstelle.
Grundakte
Akte des Grundbuchamts mit allen Urkunden und Unterlagen, auf denen die Eintragungen im Grundbuch beruhen.
Grundbesitzwert
Wert einer Immobilie, den das Finanzamt für Erbschaft- und Schenkungsteuer nach dem Bewertungsgesetz ermittelt.
Grundbuch
Öffentliches Register beim Amtsgericht, das Grundstücke, Eigentümer und Belastungen verzeichnet.
Grundbuchauszug
Abschrift des Grundbuchblatts mit Eigentümer, Lasten und Grundpfandrechten eines Grundstücks.
Grunddienstbarkeit
Recht des jeweiligen Eigentümers eines Grundstücks, ein anderes Grundstück in bestimmter Weise zu nutzen.
Grunderwerbsteuer
Steuer auf den Erwerb von Grundstücken. Sie kann auch beim Erwerb von Anteilen an grundbesitzenden Gesellschaften anfallen.
Grundflächenzahl
Kennzahl im Bebauungsplan: zulässige überbaute Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche.
Grundleitung
Im Erdreich oder unter der Bodenplatte verlegte Abwasserleitung, die das Abwasser eines Gebäudes zum öffentlichen Kanal führt.
Grundmietzeit
Fest vereinbarte, nicht ordentlich kündbare Laufzeit eines Leasingvertrags.
Grundpfandrecht
Recht an einem Grundstück, das eine Geldforderung sichert, vor allem Grundschuld und Hypothek.
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
Regeln, nach denen Bücher vollständig, richtig, zeitgerecht, geordnet und belegt zu führen sind.
Grundschuld
Im Grundbuch eingetragenes Recht, das ein Grundstück als Sicherheit für eine Forderung belastet.
Grundsteuer
Jährliche Steuer der Gemeinde auf Grundbesitz, unabhängig von den persönlichen Verhältnissen des Eigentümers.
Gutachterausschuss
Unabhängiges Gremium von Sachverständigen bei Kreis oder Stadt, das Marktdaten erhebt und Wertgutachten erstellt.

H

Haftpflichtversicherung
Versicherung, die Schadensersatzansprüche Dritter gegen den Versicherten deckt.
Handelsregister
Öffentliches Verzeichnis der Kaufleute und Gesellschaften. Es nennt unter anderem Firma, Sitz, Rechtsform und Vertretung.
Handelsvertreter
Selbstständiger Gewerbetreibender, der ständig für ein anderes Unternehmen Geschäfte vermittelt oder abschließt.
Handwerkerleistung
Renovierungs-, Erhaltungs- oder Modernisierungsarbeit im Haushalt; 20 Prozent der Arbeitskosten mindern die Steuer, höchstens 1.200 Euro.
Härteeinwand
Einwand des Mieters, dass eine Modernisierung oder Mieterhöhung für ihn eine unzumutbare Härte bedeutet.
Hauptsortiment
Kern des Warenangebots oder der Leistungen eines Mieters, auf den sich der Konkurrenzschutz beschränkt.
Hauptvertrag
Der Kauf- oder Mietvertrag, den der Makler nachweist oder vermittelt und an dessen Abschluss die Provision hängt.
Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung
Versicherung der gesetzlichen Haftpflicht des Eigentümers für Schäden, die Dritten durch Grundstück oder Gebäude entstehen.
Hausbankprinzip
Förderkredite und Bürgschaften beantragen Sie nicht selbst, sondern über Ihre eigene Bank.
Hausfrieden
Rücksichtsvolles Zusammenleben der Bewohner eines Hauses, dessen nachhaltige Störung zur fristlosen Kündigung berechtigen kann.
Hausgeld
Vorschüsse der Wohnungseigentümer auf Kosten und Rücklage der Gemeinschaft, festgelegt nach dem Wirtschaftsplan.
Haushaltsnahe Dienstleistung
Leistung im oder am Haushalt, etwa Reinigung oder Gartenpflege; 20 Prozent der Arbeitskosten mindern die Einkommensteuer.
Hausordnung
Regelwerk für das Zusammenleben im Haus, etwa zu Ruhezeiten, Reinigung und Gemeinschaftsräumen.
Hebeanlage
Pumpe, die Abwasser aus tief liegenden Räumen über die Rückstauebene in den Kanal hebt.
Hebesatz
Prozentsatz, den die Gemeinde auf den Steuermessbetrag anwendet; er bestimmt die Höhe der Grundsteuer vor Ort.
Heimfall
Pflicht des Erbbauberechtigten, das Erbbaurecht bei vereinbarten Gründen auf den Grundstückseigentümer zu übertragen.
Heizkostenabrechnung
Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten nach Verbrauch und Fläche. Ihre Regeln stehen in der Heizkostenverordnung.
Heizkostenverordnung
Verordnung, die bei zentraler Heizung die Erfassung des Verbrauchs und die Verteilung danach vorschreibt.
Heizkostenverteiler
Gerät am Heizkörper, das den Anteil eines Nutzers am Wärmeverbrauch erfasst.
Herstellungskosten
Aufwendungen, um ein Gebäude neu zu schaffen, zu erweitern oder wesentlich zu verbessern.
HOAI
Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Sie gliedert Leistungen in Phasen und dient seit 2021 als Orientierung.
Holdinggesellschaft
Gesellschaft, deren Hauptzweck das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen ist.
Hydraulischer Abgleich
Einstellung von Pumpe und Ventilen einer Heizung, damit jeder Heizkörper genau die benötigte Wassermenge erhält.
Hypothek
Grundpfandrecht, das in Bestand und Höhe von einer bestimmten Forderung abhängt.

I

IDW S 1
Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer mit Grundsätzen zur Durchführung von Unternehmensbewertungen in Deutschland.
Immobiliar-Verbraucherdarlehen
Darlehen eines Unternehmers an einen Verbraucher, das grundpfandrechtlich gesichert ist oder dem Erwerb einer Immobilie dient.
Immobilienleasing
Langfristige Nutzung einer Immobilie gegen Leasingraten, wobei der Leasinggeber Eigentümer bleibt.
Impressum
Pflichtangaben zum Anbieter einer geschäftsmäßigen Website, etwa Name, Anschrift, Kontaktdaten und Aufsichtsbehörde.
Indexmiete
Miete, die sich nach dem Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts entwickelt.
Individualvereinbarung
Im Einzelnen ausgehandelte Vertragsbedingung, die nicht der AGB-Kontrolle unterliegt.
Inhaberabhängigkeit
Grad, in dem Kunden, Wissen und Entscheidungen eines Unternehmens an der Person des Inhabers hängen.
Inklusivmiete
Miete, in der alle oder einzelne Betriebskosten enthalten sind, ohne gesonderte Abrechnung.
Insolvenzanfechtung
Das Recht des Insolvenzverwalters, bestimmte Geschäfte vor der Insolvenz rückgängig zu machen, wenn sie Gläubiger benachteiligen.
Insolvenzforderung
Forderung, die vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden ist und nur mit der Quote bedient wird.
Insolvenzverwalter
Vom Insolvenzgericht bestellte Person, die das Vermögen des Schuldners verwaltet und verwertet.
Instandhaltung
Alle Maßnahmen, die den vertragsgemäßen Sollzustand eines Gebäudes und seiner Anlagen bewahren oder wiederherstellen.
Instandhaltungspauschale
Pauschaler Jahresbetrag je Quadratmeter Wohnfläche, mit dem Instandhaltungskosten geschätzt werden.
Instandsetzung
Beseitigung eines bereits eingetretenen Schadens, damit Bauteil oder Anlage wieder den Sollzustand erreichen.
Interessenkonflikt
Lage, in der eine Person zwei Interessen dient, die gegeneinander laufen, etwa als Berater und Investor zugleich.
Interne Revision
Unabhängige Prüfstelle im Unternehmen, die Abläufe auf Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Risiken prüft.
Interner Zinsfuß
Zinssatz, bei dem der Kapitalwert aller Zahlungen einer Investition genau null ergibt.
Internes Kontrollsystem
Gesamtheit der Regeln und Kontrollen, die Vermögen sichern und Fehler in betrieblichen Abläufen verhindern sollen.
Inventur
Bestandsaufnahme aller Vorräte und Vermögensgegenstände nach Art, Menge und Wert zu einem bestimmten Stichtag.
Investitionsstau
Notwendige Investitionen, die ein Unternehmen aufgeschoben hat, etwa in Anlagen, Gebäude oder Software.
Isolierverglasung
Verglasung aus mehreren Scheiben mit gas- oder luftgefülltem Zwischenraum, die Wärmeverluste deutlich senkt.

J

Jahresabrechnung
Abrechnung des Verwalters über Einnahmen und Ausgaben einer Eigentümergemeinschaft für ein Wirtschaftsjahr.
Jahresabschluss
Abschluss der Buchführung eines Geschäftsjahres, meist mit Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.
Jahresnettokaltmiete
Die Miete eines Jahres ohne Nebenkosten und Heizkosten. Sie ist die übliche Bezugsgröße für Bewertung und Kaufpreis.

K

Kalkulatorischer Unternehmerlohn
Angemessenes Gehalt für die Arbeit des Inhabers, das bei Bewertung und Kalkulation vom Ergebnis abgezogen wird.
Kapitaldienst
Summe aus Zins und Tilgung, die ein Kreditnehmer in einem Zeitraum an seine Geldgeber zahlt.
Kapitaldienstdeckung
Verhältnis des verfügbaren Ertrags zu Zins und Tilgung eines Jahres. Ein Wert über 1 heißt, die Raten sind aus dem Ertrag bezahlt.
Kapitalerhaltung
Grundsatz, dass das zur Erhaltung des Stammkapitals nötige Vermögen einer GmbH nicht an Gesellschafter fließen darf.
Kapitalflussrechnung
Rechnung, die zeigt, woher das Geld eines Jahres kam und wohin es floss. Sie verbindet Ergebnis und Kontostand.
Kapitalgeber
Wer einem Unternehmen Geld zur Verfügung stellt, als Kredit oder als Beteiligung: etwa Bank, Investor oder Förderinstitut.
Kapitalwert
Summe aller auf heute abgezinsten Ein- und Auszahlungen einer Investition, abzüglich der Anfangsauszahlung.
Kappungsgrenze
Obergrenze für Mieterhöhungen im Bestand: höchstens 20 Prozent in drei Jahren, in angespannten Märkten 15 Prozent (§ 558 Abs. 3 BGB).
Kaufpreisanpassung
Eine Regel im Kaufvertrag, nach der sich der Preis mit den tatsächlichen Werten am Stichtag ändert.
Kaufpreiseinbehalt
Teil des Kaufpreises, der nicht sofort an den Verkäufer fließt, sondern bis zur Klärung bestimmter Risiken zurückbehalten wird.
Kaufpreisfaktor
Vielfaches der Jahresnettomiete oder des Ergebnisses, mit dem ein Objekt oder Betrieb bewertet wird.
Kaufpreissammlung
Sammlung aller notariellen Grundstückskaufverträge eines Gebiets, geführt vom Gutachterausschuss.
Kausalität der Maklerleistung
Ursächlicher Zusammenhang zwischen Nachweis oder Vermittlung und dem späteren Hauptvertrag; Voraussetzung der Provision.
KfW
Förderbank des Bundes, die Bau, Kauf und Sanierung von Immobilien mit Krediten und Zuschüssen fördert.
Kleinreparaturklausel
Vertragsklausel, nach der der Mieter Kosten kleiner Reparaturen an häufig genutzten Teilen bis zu Höchstbeträgen trägt.
Kleinunternehmer
Unternehmer mit geringem Umsatz, der nach § 19 UStG keine Umsatzsteuer berechnet und keine Vorsteuer abzieht.
Kommissionsgeschäft
Ware bleibt Eigentum des Lieferanten, bis sie verkauft ist. Bezahlt wird nur, was tatsächlich abgesetzt wurde.
Konkurrenzschutz
Pflicht des Vermieters, den Mieter vor Wettbewerb im selben Objekt zu schützen.
Kontokorrentkredit
Ein Kreditrahmen auf dem Geschäftskonto, der je nach Bedarf in Anspruch genommen wird. Er ist flexibel, aber meist teuer.
Kopfprinzip
Stimmprinzip im Wohnungseigentum: Jeder Eigentümer hat eine Stimme, gleich wie viele Einheiten er hält.
Kopplungsgeschäft
Angebot eines Immobilienkredits im Paket mit weiteren Finanzprodukten, bei dem der Kredit nicht separat abgeschlossen werden kann.
Kostenmiete
Miete im alten Förderrecht, die nur die laufenden Aufwendungen der Wohnung decken darf.
Kostenstelle
Bereich eines Unternehmens, in dem Kosten entstehen und verantwortet werden.
Krankentagegeldversicherung
Versicherung, die bei längerer Arbeitsunfähigkeit ein vereinbartes Tagegeld als Ersatz für ausfallendes Einkommen zahlt.
Kreditscoring
Statistisches Verfahren, das Merkmale eines Kreditnehmers in Punkte übersetzt und daraus sein Ausfallrisiko schätzt.
Kreditwürdigkeit
Fähigkeit und Bereitschaft eines Kreditnehmers, Zins und Tilgung dauerhaft zu leisten.
Kundenkonzentration
Anteil des Umsatzes, der an wenigen Kunden hängt. Hohe Konzentration erhöht das Risiko und senkt den Kaufpreis.
Kündigungsquote
Anteil der Kunden, die ein Unternehmen innerhalb eines Zeitraums verliert. Englisch: Churn Rate.
Kündigungssperrfrist
Frist nach Umwandlung und Verkauf einer Mietwohnung, in der der Erwerber nicht wegen Eigenbedarfs kündigen darf.
Kündigungsverzicht
Vereinbarung, mit der Mieter und Vermieter ihr ordentliches Kündigungsrecht für eine bestimmte Zeit ausschließen.

L

Lagerumschlag
Kennzahl dafür, wie oft der Lagerbestand in einem Jahr verbraucht oder verkauft wird. Sie trennt gängige von toter Ware.
Lastenberechnung
Aufstellung der laufenden Belastung aus Kapitaldienst und Bewirtschaftung, meist für selbst genutztes Eigentum.
Lebenszykluskosten
Summe aller Kosten einer Immobilie von Planung und Bau über die Nutzung bis zur Verwertung.
Leerstand
Vermietbare Fläche, die derzeit keinen Nutzer hat. Sie bringt keine Miete, verursacht aber weiter Kosten.
Legal Due Diligence
Prüfung der rechtlichen Verhältnisse eines Unternehmens vor dem Kauf, etwa Verträge, Erlaubnisse, Personal und Haftung.
Legionellen
Bakterien, die sich in warmem Trinkwasser vermehren und beim Einatmen feiner Tröpfchen schwere Lungenentzündungen auslösen.
Leibrente
Regelmäßige Zahlung auf Lebenszeit des Berechtigten, etwa als Gegenleistung beim Verkauf einer Immobilie.
Leistungsmatrix
Tabelle, die Leistungsarten eines Maklers wie Nachweis oder Beratung den Marktbereichen zuordnet, in denen er tätig ist.
Leistungsphase
Abschnitt der Architekten- und Ingenieurleistungen nach HOAI, von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung.
Leistungsprinzip
Abrechnungsweise, bei der die Kosten der Leistungen zählen, die im Abrechnungszeitraum erbracht wurden.
Leistungsvorbehalt
Klausel, nach der eine Indexänderung nur eine Neufestsetzung der Miete durch Verhandlung auslöst.
Leitungsschutzschalter
Schalter, der einen Stromkreis bei Überlastung oder Kurzschluss automatisch abschaltet; umgangssprachlich Sicherung.
Leitzins
Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen. Im Euroraum meist der Hauptrefinanzierungssatz der EZB.
Leverage-Effekt
Hebelwirkung von Fremdkapital auf die Eigenkapitalrendite, solange die Gesamtrendite über dem Fremdkapitalzins liegt.
Leveraged Buy-out
Unternehmenskauf, der überwiegend mit Fremdkapital finanziert wird. Der gekaufte Betrieb trägt den Kapitaldienst.
Lieferantendarlehen
Darlehen, das ein Lieferant seinem Abnehmer gibt, meist verbunden mit Lieferungen oder einem Servicevertrag.
Lieferantenkredit
Finanzierung durch den Lieferanten, der Ware oder Leistung vor der Zahlung liefert. Der Zeitraum bis zur Zahlung wirkt wie ein Kredit.
Lieferkettenfinanzierung
Finanzierung entlang der Lieferkette, etwa für Ware, die verladen, aber noch nicht angekommen ist.
Liegenschaftskataster
Amtliches Register der Länder, das alle Flurstücke und Gebäude mit Lage, Fläche und Grenzen nachweist.
Liegenschaftszins
Zinssatz, mit dem Verkehrswerte von Immobilien im Ertragswertverfahren marktüblich verzinst werden.
Liquiditätsengpass
Lage, in der ein Unternehmen fällige Zahlungen nicht oder nur knapp leisten kann, auch wenn es Gewinn ausweist.
Löschungsbewilligung
Erklärung des Gläubigers, dass ein für ihn eingetragenes Recht im Grundbuch gelöscht werden darf.
Löschungsfähige Quittung
Beglaubigte Erklärung des Gläubigers, dass die durch ein Grundpfandrecht gesicherte Forderung bezahlt ist.

M

Mahnbescheid
Gerichtlicher Zahlungsbefehl im Mahnverfahren, gegen den der Schuldner binnen zwei Wochen widersprechen kann.
Majorisierung
Missbrauch der Stimmenmehrheit durch einen Eigentümer, um eigennützige und sachlich nicht gerechtfertigte Beschlüsse durchzusetzen.
Makler- und Bauträgerverordnung
Verordnung mit Pflichten für Gewerbetreibende nach § 34c GewO, etwa zu Aufzeichnung und Aufbewahrung.
Maklerprovision
Vergütung des Maklers, fällig erst mit wirksamem Abschluss des vermittelten oder nachgewiesenen Vertrags.
Maklervertrag
Vertrag, der dem Makler bei Nachweis oder Vermittlung eines Hauptvertrags einen Anspruch auf Provision gibt.
Makrolage
Großräumige Lage einer Immobilie: Region, Stadt, Wirtschaftskraft, Arbeitsmarkt und überregionale Verkehrsanbindung.
Makrostandort
Großräumiger Standort einer Immobilie, etwa Region oder Stadt, im Unterschied zur unmittelbaren Lage.
Management by Exception
Führung im Ausnahmefall: Mitarbeiter entscheiden in festen Grenzen selbst, die Führungskraft greift nur bei Abweichungen ein.
Management by Objectives
Führung durch Zielvereinbarung: Die Führungskraft vereinbart Ziele, der Mitarbeiter wählt den Weg selbst.
Management-Buy-out
Kauf eines Unternehmens durch die eigene Führungsmannschaft, etwa den bisherigen Betriebsleiter. Kurz MBO.
Mängelanzeige
Mitteilung des Mieters an den Vermieter über einen Mangel der Mietsache, Voraussetzung für Minderung und Mängelbeseitigung.
Mantelkauf
Kauf einer bestehenden Gesellschaft, die kein Geschäft mehr betreibt. Der Käufer übernimmt ihre gesamte Vergangenheit mit.
Markenlizenz
Erlaubnis des Markeninhabers, eine Marke gegen laufende Gebühr zu nutzen, ohne Eigentümer der Marke zu werden.
Marktprognose
Vorausschätzung der künftigen Marktentwicklung auf Basis von Marktanalyse und Marktbeobachtung.
Massengeschäft
Vertrag, der typischerweise ohne Ansehen der Person zu gleichen Bedingungen in vielen Fällen geschlossen wird.
Masseverbindlichkeit
Verbindlichkeit, die nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entsteht und vorrangig aus der Masse bezahlt wird.
Maßstab
Verhältnis zwischen einer Strecke im Plan und der Strecke in der Wirklichkeit, etwa 1 : 100 bei Grundrissen.
Mediation
Vertrauliches, freiwilliges Verfahren, in dem ein neutraler Mediator Streitparteien zu einer eigenen Lösung führt.
Mehrhausanlage
Wohnungseigentumsanlage aus mehreren Gebäuden auf einem Grundstück, die eine einzige Eigentümergemeinschaft bildet.
Meistgebot
Höchstes im Versteigerungstermin abgegebenes Gebot, auf das der Zuschlag erteilt wird.
Merchant Cash Advance
Vorschuss auf künftige Kartenumsätze. Die Rückzahlung läuft als fester Anteil jedes Tagesumsatzes.
Mezzanine-Kapital
Eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital, etwa Nachrangdarlehen oder stille Beteiligung. Sie ist teurer als ein Bankkredit.
MF-G
Richtlinie der gif zur Berechnung der Mietfläche für gewerblichen Raum.
Mietanreiz
Ein Zugeständnis an einen Mieter für Abschluss oder Verlängerung, etwa mietfreie Monate, Ausbau oder eine Einmalzahlung.
Mietausfallwagnis
Kalkulierter Abschlag für Mietausfälle durch Leerstand, Zahlungsrückstände und Kosten der Rechtsverfolgung.
Mieterselbstauskunft
Formular, in dem ein Mietinteressent Angaben zu Person, Einkommen und bisherigem Mietverhältnis macht.
Mietkaution
Sicherheit, die der Mieter dem Vermieter stellt. Sie gehört dem Mieter und geht beim Verkauf des Objekts auf den Käufer über.
Mietminderung
Kürzung der Miete kraft Gesetzes, solange ein Mangel die Tauglichkeit der Wohnung mindert.
Mietpreisbindung
Begrenzung der Miete für geförderten Wohnraum auf die in der Förderzusage festgelegte Höchstmiete.
Mietpreisbremse
Begrenzung der Miete bei Wiedervermietung in angespannten Wohnungsmärkten, die eine Landesverordnung bestimmt.
Mietspiegel
Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete einer Gemeinde, gegliedert nach Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage.
Mietverlustversicherung
Versicherung, die Mietausfälle ersetzt, wenn Räume nach einem versicherten Schaden nicht nutzbar sind.
Mietverwaltung
Die Betreuung vermieteter Wohnungen oder Häuser im Auftrag des Eigentümers, von der Miete bis zur Nebenkostenabrechnung.
Mikrolage
Kleinräumige Lage einer Immobilie: Grundstück, Nachbarschaft, Infrastruktur und Störfaktoren im direkten Umfeld.
Minijob
Geringfügige Beschäftigung mit einem Verdienst bis zur gesetzlichen Grenze, 2026 durchschnittlich 603 Euro im Monat.
Mitarbeiterbeteiligung
Mitarbeiter beteiligen sich mit eigenem Kapital am Unternehmen, direkt oder über eine Beteiligungsgesellschaft.
Mitdarlehensnehmer
Person, die einen Kreditvertrag mit unterschreibt und damit neben dem eigentlichen Kreditnehmer für die Rückzahlung haftet.
Miteigentumsanteil
Bruchteil am gemeinschaftlichen Eigentum, der mit jedem Wohnungseigentum verbunden ist.
Mithaftung
Eine weitere Person haftet neben dem Kreditnehmer für dasselbe Darlehen, etwa als Mitschuldner oder Bürge.
Modernisierende Instandsetzung
Instandsetzung, bei der ein schadhaftes Bauteil durch eine technisch bessere, wirtschaftlich sinnvolle Lösung ersetzt wird.
Modernisierung
Bauliche Maßnahme, die Energie spart, den Gebrauchswert erhöht oder die Wohnverhältnisse dauerhaft verbessert.
Modernisierungsumlage
Mieterhöhung nach einer Modernisierung um einen Teil der aufgewendeten Kosten, begrenzt durch gesetzliche Obergrenzen.
Multiplikatorverfahren
Vereinfachte Unternehmensbewertung: Ergebnis oder Umsatz mal einem branchenüblichen Faktor.
Muskelhypothek
Umgangssprachlich für Arbeiten, die Bauherr, Familie oder Helfer selbst am Bau erbringen und die Bank als Eigenleistung anrechnet.
Mutmaßliche Einwilligung
Vermutetes Einverständnis eines Unternehmers mit einem Werbeanruf, weil das Angebot erkennbar zu seinem Geschäft passt.

N

Nachfolgebörse
Plattform, auf der Inhaber eine Nachfolge suchen und Interessenten ein Unternehmen zur Übernahme finden, etwa nexxt-change.
Nachmieter
Mieter, der anstelle des bisherigen Mieters einzieht; meist wird dafür der alte Vertrag aufgehoben und ein neuer geschlossen.
Nachrangdarlehen
Darlehen, das im Ernstfall erst nach den übrigen Gläubigern bedient wird. Dafür verlangt der Geldgeber einen deutlich höheren Zins.
Nachschusspflicht
Pflicht der Eigentümer, zusätzliche Beträge an die Gemeinschaft zu zahlen, wenn Mittel fehlen oder einzelne Eigentümer ausfallen.
Nachtrag
Vergütungsforderung des Unternehmers für geänderte oder zusätzliche Leistungen, die der Bauvertrag nicht abdeckt.
Nachweismakler
Makler, der eine konkrete Vertragsgelegenheit benennt, sodass der Kunde selbst mit der Gegenseite verhandeln kann.
Nebenkostenabrechnung
Jährliche Abrechnung der umlagefähigen Betriebskosten gegenüber Mietern oder Eigentümern. Sie ist ein häufiger Anlass für Streit.
Negatives Schuldanerkenntnis
Vertrag, in dem ein Gläubiger anerkennt, dass ihm keine Forderung zusteht; geregelt in § 397 Abs. 2 BGB.
Nettokaltmiete
Miete für die reine Überlassung der Räume, ohne Betriebskosten und ohne Heizkosten.
Nichtöffentlichkeit
Grundsatz, nach dem an der Eigentümerversammlung nur Eigentümer und ihre Vertreter teilnehmen dürfen.
Niederschrift
Protokoll der Eigentümerversammlung, das mindestens die gefassten Beschlüsse festhält.
Nießbrauch
Das Recht, eine fremde Sache zu nutzen und ihre Erträge zu ziehen, etwa die Mieten einer Immobilie.
Normalherstellungskosten
Bundesweite Durchschnittskosten je Quadratmeter Bruttogrundfläche für die Herstellung eines Gebäudes, kurz NHK.
Notaranderkonto
Treuhandkonto des Notars, über das der Kaufpreis bis zur Erfüllung aller Bedingungen abgewickelt wird.
Notarielle Beurkundung
Gesetzlich vorgeschriebene Form für bestimmte Verträge, etwa Grundstückskäufe und die Abtretung von GmbH-Anteilen.
Nutzungsänderung
Änderung der Nutzung einer baulichen Anlage, etwa vom Büro zur Wohnung. Sie ist meist genehmigungspflichtig.
Nutzungsentschädigung
Entschädigung, die der Mieter schuldet, solange er die Wohnung nach Vertragsende vorenthält.
Nutzungsrecht
Recht, ein urheberrechtlich geschütztes Werk zu nutzen. Das Urheberrecht selbst ist in Deutschland nicht übertragbar.

O

Obhutspflicht
Pflicht des Mieters, die Mietsache pfleglich zu behandeln, zu lüften, zu heizen und Schäden zu vermeiden.
Objektbegehung
Gemeinsamer Rundgang durch eine Immobilie, um Zustand, Mängel und Handlungsbedarf festzustellen.
Objektbuchhaltung
Buchführung, die alle Zahlungsströme eines einzelnen Objekts erfasst und auswertet.
Objektgesellschaft
Eigene Gesellschaft, die eine einzelne Immobilie oder ein Portfolio hält und finanziert. Englisch: Special Purpose Vehicle.
Objektmanagement
Laufende kaufmännische und technische Betreuung einzelner Immobilien innerhalb einer Verwaltung.
Objektprinzip
Stimmprinzip, bei dem jeder Eigentümer so viele Stimmen hat, wie ihm Wohnungs- oder Teileigentumseinheiten gehören.
Obliegenheit
Verhaltenspflicht des Versicherungsnehmers, etwa Schadenanzeige oder Schadenminderung; bei Verstoß droht Leistungskürzung.
Offene-Posten-Liste
Eine Aufstellung aller noch nicht bezahlten Rechnungen eines Betriebs, getrennt nach Forderungen und Verbindlichkeiten.
Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger
Sachverständiger, dessen besondere Sachkunde eine Kammer geprüft hat und den sie öffentlich bestellt und vereidigt hat.
Öffentliche Beglaubigung
Bestätigung eines Notars, dass eine Unterschrift echt ist und von der genannten Person stammt; den Inhalt prüft er nicht.
Öffentlicher Glaube
Schutz des Erwerbers: Der Inhalt des Grundbuchs gilt für ihn als richtig, solange er die Unrichtigkeit nicht kennt.
Öffnungsklausel
Regel in Gesetz oder Gemeinschaftsordnung, die Mehrheitsbeschlüsse dort erlaubt, wo sonst eine Vereinbarung nötig wäre.
Ökokonto
Vorrat an Ausgleichsflächen oder vorgezogenen Naturschutzmaßnahmen, der später für Eingriffe abgebucht wird.
Option zur Umsatzsteuer
Verzicht des Vermieters oder Verkäufers auf die Steuerbefreiung, um die Vorsteuer abziehen zu können.
Optionsrecht
Einseitiges Recht des Mieters, den Mietvertrag durch Erklärung um einen festgelegten Zeitraum zu verlängern.
Ordnungsmäßige Verwaltung
Verwaltung, die dem Interesse aller Eigentümer nach billigem Ermessen entspricht; jeder Eigentümer kann sie verlangen.
Organigramm
Grafische Darstellung der Aufbauorganisation mit Stellen, Abteilungen und Weisungswegen.
Organisationshandbuch
Sammlung aller schriftlichen Regeln zur Organisation eines Unternehmens, von der Stellenbeschreibung bis zum Ablauf.
Ortsübliche Vergleichsmiete
Miete, die in der Gemeinde für vergleichbaren Wohnraum gezahlt wird. Bis zu ihr darf ein Vermieter die Bestandsmiete erhöhen (§ 558 BGB).

P

Pacht
Vertrag, der neben dem Gebrauch auch die Erträge einer Sache oder eines Betriebs überlässt.
Passive Akquisition
Auftragsgewinnung, bei der sich der Eigentümer von sich aus an den Makler wendet, etwa auf Empfehlung oder wegen seines Rufs.
Pauschalvertrag
Bauvertrag mit festem Gesamtpreis für eine genau beschriebene Leistung.
Pensionszusage
Zusage eines Unternehmens, einem Mitarbeiter oder Geschäftsführer später eine Betriebsrente zu zahlen.
Personalbedarfsplanung
Ermittlung, wie viele Mitarbeiter mit welcher Qualifikation ein Unternehmen wann braucht.
Pfandbrief
Gedeckte Schuldverschreibung von Banken, die durch erstrangige Grundpfandrechte gesichert ist.
Plausibilitätsbeurteilung
Erstellung eines Jahresabschlusses, bei der der Steuerberater die Unterlagen zusätzlich auf Plausibilität beurteilt.
Politisch exponierte Person
Person mit wichtigem öffentlichem Amt; für Geschäfte mit ihr gelten nach dem Geldwäschegesetz verstärkte Sorgfaltspflichten.
Portfolioanalyse
Methode, die Objekte nach Markt und Wettbewerbsposition ordnet und daraus Strategien ableitet.
Post-Merger-Integration
Zusammenführung von Menschen, Abläufen und Systemen nach einem Unternehmenskauf. Kurz PMI.
Potentialausgleich
Elektrische Verbindung aller metallischen Leitungen und Bauteile, die Personen vor gefährlichen Fehlerspannungen schützt.
Preisangabenverordnung
Verordnung, nach der Unternehmer gegenüber Verbrauchern Gesamtpreise einschließlich Umsatzsteuer angeben müssen.
Preisspiegel
Tabellarische Gegenüberstellung der Einzelpreise mehrerer Angebote für dieselbe Leistung.
Primärenergiebedarf
Energiebedarf eines Gebäudes einschließlich Gewinnung, Umwandlung und Transport der Energieträger.
Primärforschung
Marktforschung mit eigens erhobenen Daten, etwa durch Befragung, Beobachtung oder Test.
Privates Veräußerungsgeschäft
Verkauf einer Immobilie aus dem Privatvermögen binnen zehn Jahren nach Kauf; der Gewinn ist dann einkommensteuerpflichtig.
Privatplatzierung
Kapital wird bei einem begrenzten Kreis ausgewählter Geldgeber eingesammelt, nicht über Börse oder öffentliches Angebot.
Privilegierte bauliche Veränderung
Bauliche Veränderung, die jeder Eigentümer verlangen kann, etwa Ladestation, Barriereabbau, Einbruchschutz oder Glasfaser.
Projekthandbuch
Verbindliches Regelwerk eines Projekts mit Zielen, Organisation, Zuständigkeiten, Terminen, Budget und Abläufen.
Projektsteuerung
Übernahme delegierbarer Bauherrenaufgaben: Koordination der Planer und Kontrolle von Kosten, Terminen und Qualität.
Prolongation
Verlängerung eines Darlehens bei der bisherigen Bank nach Ablauf der Zinsbindung mit einer neuen Zinsvereinbarung.

Q

Qualifizierter Alleinauftrag
Alleinauftrag, der den Eigentümer zusätzlich verpflichtet, alle Interessenten an den Makler zu verweisen.

R

Rangklasse
Gesetzliche Stufe, nach der das Gericht den Erlös einer Zwangsversteigerung an die Gläubiger verteilt.
Rangrücktritt
Nachträgliche Änderung der Rangfolge, bei der ein Recht im Grundbuch hinter ein anderes Recht zurücktritt.
Rangstelle
Reihenfolge der Rechte im Grundbuch. Die erste Stelle wird im Ernstfall zuerst bedient.
Rangvorbehalt
Vorbehalt des Eigentümers, ein späteres Recht vor einem schon eingetragenen Recht einzutragen.
Ratchet
Vereinbarung, nach der ein Beteiligungsanteil stufenweise wächst, sobald vorher festgelegte Kennzahlen erreicht sind.
Räumungsfrist
Vom Gericht gewährte Frist, vor deren Ablauf aus einem Räumungstitel nicht vollstreckt werden darf.
Räumungsklage
Klage des Vermieters auf Herausgabe der Wohnung, wenn der Mieter nach Vertragsende nicht auszieht.
Reallast
Belastung eines Grundstücks, aus der wiederkehrende Leistungen an einen Berechtigten zu erbringen sind.
Rechtsdienstleistung
Tätigkeit in einer konkreten fremden Angelegenheit, die eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls erfordert.
Rechtsschutzversicherung
Versicherung, die Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten eines Rechtsstreits übernimmt; sie zahlt keinen Schaden.
Refinanzierung
Ablösung einer bestehenden Finanzierung durch ein neues Darlehen, oft zu anderen Bedingungen oder höherem Betrag.
Reinertrag
Jährlicher Rohertrag eines Grundstücks abzüglich der Bewirtschaftungskosten.
Rentenbarwert
Heutiger Wert einer Reihe gleich hoher, regelmäßiger Zahlungen bei einem bestimmten Zinssatz und einer bestimmten Laufzeit.
Rentenendwert
Wert, den regelmäßige gleich hohe Zahlungen samt Zinsen und Zinseszinsen am Ende der Laufzeit erreichen.
Repräsentant
Person, deren Wissen und Verhalten sich der Versicherungsnehmer wie eigenes zurechnen lassen muss, etwa ein Hausverwalter.
Residualwertverfahren
Verfahren, das den tragfähigen Grundstückspreis aus dem Verkaufserlös abzüglich aller Kosten und des Gewinns ermittelt.
Restlaufzeit
Zeit bis zum vereinbarten Ende eines Vertrags, etwa eines Mietvertrags oder eines Darlehens.
Restnutzungsdauer
Jahre, in denen ein Gebäude bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung noch wirtschaftlich nutzbar ist.
Restrukturierung
Umbau eines Unternehmens, um Altlasten abzubauen und die Ertragskraft wiederherzustellen, etwa durch Straffung von Standorten oder Leistungen.
Restschuld
Betrag eines Darlehens, der zu einem Stichtag, etwa am Ende der Zinsbindung, noch nicht getilgt ist.
Restschuldversicherung
Versicherung, die bei Tod und je nach Vertrag bei Berufsunfähigkeit die offene Darlehensschuld ablöst.
Risikolebensversicherung
Versicherung, die beim Tod der versicherten Person eine vereinbarte Summe auszahlt.
Rohertrag
Umsatz abzüglich der direkt zurechenbaren Kosten, etwa Material oder Wareneinsatz. Er zeigt, ob die Leistung selbst trägt.
Rückbelastung
Rückbuchung einer Kartenzahlung, etwa nach einer Reklamation des Karteninhabers. Englisch: Chargeback.
Rückstau
Rückfluss von Abwasser aus dem überlasteten Kanal in tief liegende Abläufe eines Gebäudes.
Rückstellung
Passivposten für Verpflichtungen, deren Höhe oder Zeitpunkt noch unsicher ist. Ihre Auflösung erhöht den Gewinn.
Rücktritt
Einseitige Erklärung, mit der sich eine Vertragspartei aufgrund eines gesetzlichen oder vereinbarten Rechts vom Vertrag löst.

S

Sacheinlage
Einlage in eine Gesellschaft, die nicht in Geld, sondern in Vermögensgegenständen erbracht wird.
Sachwertfaktor
Faktor des Gutachterausschusses, der den vorläufigen Sachwert an das Preisniveau des Marktes anpasst.
Sachwertverfahren
Wertermittlungsverfahren, das den Wert aus Bodenwert und den nach Alter geminderten Herstellungskosten ermittelt.
Sale-and-Lease-Back
Ein Vermögensgegenstand wird verkauft und sofort zurückgemietet oder geleast. Das bringt Liquidität, die Nutzung bleibt.
Sanierungsgebiet
Von der Gemeinde förmlich festgelegtes Gebiet, in dem sie städtebauliche Missstände beheben will.
Sanierungsstau
Angesammelte, über Jahre aufgeschobene Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten an einem Gebäude.
Scheinselbstständigkeit
Formal freie Mitarbeit, die tatsächlich ein Arbeitsverhältnis ist, mit Folgen für Sozialabgaben und Lohnsteuer.
Schlussrate
Große letzte Zahlung am Ende einer Laufzeit, nach kleineren laufenden Raten. Auch Ballonrate genannt.
Schonfrist
Frist von zwei Monaten nach Zustellung der Räumungsklage, in der der Mieter die Kündigung durch Zahlung unwirksam machen kann.
Schönheitsreparaturen
Malerarbeiten in der Wohnung: Tapezieren, Streichen von Wänden, Decken, Heizkörpern, Innentüren und Fenstern innen.
SCHUFA
Private Auskunftei, die Daten zum Zahlungsverhalten von Verbrauchern sammelt und an Kreditgeber übermittelt.
Schuldendienstdeckungsgrad
Verhältnis von verfügbarem Ergebnis zu Zins und Tilgung. Englisch Debt Service Coverage Ratio (DSCR).
Schuldnerverzeichnis
Amtliches Verzeichnis beim zentralen Vollstreckungsgericht über Schuldner mit Zahlungsproblemen.
Schuldschein
Schriftliche Urkunde, in der ein Schuldner eine Zahlungspflicht über einen Betrag und einen Termin bestätigt.
Schuldübernahme
Der Käufer übernimmt bestehende Verbindlichkeiten des Verkäufers. Sie ersetzen einen Teil des Kaufpreises.
Schwebende Unwirksamkeit
Zustand eines Vertrags, der erst mit einer noch ausstehenden Zustimmung wirksam wird oder bei Verweigerung endgültig scheitert.
Schwimmender Estrich
Estrich, der auf einer Dämmschicht liegt und von Decke und Wänden getrennt ist; er verbessert Tritt- und Luftschallschutz.
Sekundärforschung
Marktforschung mit bereits vorhandenen Daten, etwa Statistiken, Verbandsberichten oder eigenen Umsatzzahlen.
Selbstauskunft
Schriftliche Angaben eines Antragstellers zu Einkommen, Ausgaben, Vermögen und Verpflichtungen.
Selbstbehalt
Vertraglich festgelegter Teil eines Schadens, den der Versicherungsnehmer selbst trägt.
Seller’s Discretionary Earnings (SDE)
Gewinn vor Unternehmerlohn: das, was ein Inhaber tatsächlich aus seinem Betrieb zieht. Üblich bei kleinen Firmen in den USA.
Setzung
Absinken eines Gebäudes, weil der Baugrund unter der Last nachgibt; ungleichmäßige Setzungen verursachen Risse.
Share Deal und Asset Deal
Beim Share Deal kaufen Sie Anteile an der Gesellschaft, beim Asset Deal einzelne Gegenstände des Betriebs.
Sicherungsabrede
Vertrag zwischen Sicherungsgeber und Bank, der die Grundschuld mit dem gesicherten Darlehen verknüpft.
Sicherungshypothek
Im Grundbuch eingetragene Hypothek, mit der ein Gläubiger eine titulierte Forderung ab 750 Euro am Grundstück des Schuldners sichert.
Sicherungsübereignung
Der Schuldner überträgt das Eigentum an einer Sache als Sicherheit an den Kreditgeber, nutzt sie aber weiter.
Skonto
Ein Preisnachlass für Zahlung innerhalb einer kurzen Frist, zum Beispiel zwei Prozent bei Zahlung in zehn Tagen.
Sollstellung
Buchung der geschuldeten Beträge, etwa Mieten oder Hausgeld, vor ihrem Zahlungseingang.
Sollzins
Vereinbarter Jahreszinssatz auf den Darlehensbetrag, früher Nominalzins genannt, ohne Nebenkosten und Zahlungsweise.
Sondereigentum
Alleineigentum an einer Wohnung oder an Räumen, die nicht Wohnzwecken dienen, in einer Eigentumsanlage.
Sondernutzungsrecht
Recht eines Eigentümers, einen Teil des Gemeinschaftseigentums allein zu nutzen, etwa Garten oder Stellplatz.
Sonderrechtsnachfolger
Person, die ein Wohnungseigentum durch Kauf, Schenkung oder Zuschlag erwirbt, im Unterschied zum Erben.
Sondertilgung
Zusätzliche Rückzahlung über die vereinbarte Rate hinaus, die die Restschuld ohne Entschädigung senkt.
Sonderumlage
Zusätzliche Zahlung, die eine Eigentümergemeinschaft beschließt, wenn Rücklage und Hausgeld eine Ausgabe nicht decken.
Sondervergütung
Gesondert vereinbartes Entgelt des Verwalters für Leistungen außerhalb der Grundleistung.
Soziale Wohnraumförderung
Staatliche Förderung von Bau, Modernisierung und Erwerb von Wohnraum für Haushalte mit Zugangsproblemen am Markt.
Sozialklausel
Recht des Mieters, einer ordentlichen Kündigung wegen unzumutbarer Härte zu widersprechen.
Spezialimmobilie
Immobilie, die nur für eine bestimmte Nutzung geplant ist, etwa Klinik, Hotel oder Seniorenheim.
Sponsoring
Förderung von Vereinen, Veranstaltungen oder Projekten mit Geld oder Sachmitteln gegen sichtbare Nennung des Unternehmens.
Stabsstelle
Stelle ohne Weisungsrecht, die die Leitung berät und Entscheidungen vorbereitet.
Städtebaulicher Vertrag
Vertrag zwischen Gemeinde und Privatem über Planung, Erschließung oder Folgekosten eines Vorhabens.
Staffelmiete
Vereinbarung fester Mieterhöhungen zu bestimmten Zeitpunkten, schriftlich und als Eurobetrag festgelegt.
Stammkapital
Das im Gesellschaftsvertrag festgelegte Kapital einer GmbH. Es dient den Gläubigern als Haftungsgrundlage.
Stille Beteiligung
Kapitalbeteiligung an einem Unternehmen, bei der der Geldgeber nach außen nicht in Erscheinung tritt und am Gewinn teilnimmt.
Stillhaltefrist
Wartezeit nach einer Verdachtsmeldung, in der die gemeldete Transaktion nicht ausgeführt werden darf.
Stillschweigende Verlängerung
Fortsetzung eines Mietvertrags auf unbestimmte Zeit, wenn der Mieter die Räume nach Vertragsende weiter nutzt.
Stimmrechtsausschluss
Gesetzliches Ruhen des Stimmrechts eines Eigentümers bei Geschäften oder Rechtsstreiten mit ihm, geregelt in § 25 Abs. 4 WEG.
Stimmrechtsvollmacht
Vollmacht, mit der ein Wohnungseigentümer einen anderen zur Abstimmung in der Eigentümerversammlung berechtigt.
Stücklizenz
Vergütung, die je verkaufter Einheit eines Produkts fällig wird, statt eines festen Betrags.
Stufennachweis
Vorgehen des Maklers, Objektdaten erst nach einem Provisionsversprechen vollständig herauszugeben.
Stundung
Vereinbarung, dass eine fällige Zahlung erst später geleistet wird. Die Schuld bleibt bestehen, nur der Termin verschiebt sich.
Suchprofil
Kurze Beschreibung des Unternehmens, das ein Käufer sucht: Branche, Region, Größe, Mindestertrag und Übergabeform.
Sweat Equity (Beteiligung gegen Leistung)
Unternehmensanteil, der nicht mit Geld, sondern mit Arbeit, Wissen oder Kontakten erworben wird.
Systemhandbuch
Schriftliche Beschreibung aller Abläufe, Standards und Vorgaben eines Geschäftsmodells, etwa im Franchising.

T

Taupunkt
Temperatur, bei der Wasserdampf in der Luft zu Wasser kondensiert; an kalten Bauteilen entsteht so Feuchtigkeit.
Tausch
Vertrag, bei dem Leistung gegen Leistung statt gegen Geld getauscht wird. Für ihn gelten die Regeln des Kaufs entsprechend.
Technische und organisatorische Maßnahmen
Schutzvorkehrungen nach Art. 32 DSGVO, etwa Zugriffskontrolle, Verschlüsselung und Datensicherung, passend zum Risiko.
Teilamortisation
Leasingform, bei der die Raten den Aufwand nur teilweise decken und ein Restwert bleibt.
Teileigentum
Sondereigentum an Räumen, die nicht Wohnzwecken dienen, etwa Laden, Praxis oder Büro, verbunden mit einem Miteigentumsanteil.
Teilkostenrechnung
Kostenrechnung, die nur die variablen Kosten den Leistungen zuordnet und Fixkosten als Block betrachtet.
Teilmarkt
Abgegrenzter Ausschnitt des Immobilienmarkts nach Region, Nutzungsart, Vertragsart oder Entwicklungszustand.
Teilnahmewettbewerb
Vorgeschaltete öffentliche Bekanntmachung, auf die sich Firmen bewerben; nur ausgewählte Bewerber erhalten danach die Unterlagen.
Teilungserklärung
Erklärung gegenüber dem Grundbuchamt, die ein Grundstück in Wohnungs- und Teileigentum aufteilt.
Teilungsversteigerung
Zwangsversteigerung zur Aufhebung einer Gemeinschaft, etwa unter Erben oder getrennten Ehegatten.
Textform
Lesbare Erklärung auf dauerhaftem Datenträger mit Namen des Erklärenden, ohne eigenhändige Unterschrift.
Tiefgründung
Gründung über Pfähle oder Pfeiler, die Lasten durch weichen Boden bis auf tragfähige Schichten in der Tiefe ableiten.
Tilgung
Rückzahlung eines Darlehens in Teilbeträgen. Mit jeder Tilgung sinkt die verbleibende Restschuld.
Tilgungsersatz
Separater Spar- oder Versicherungsvertrag, mit dem ein endfälliges Darlehen am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt wird.
Tilgungszuschuss
Förderzuschuss, der einen Teil der Darlehensschuld erlässt und so die Rückzahlung verringert.
Trennsystem
Entwässerung, bei der Schmutzwasser und Regenwasser in getrennten Leitungen und Kanälen abgeführt werden.
Treuhand (Escrow)
Ein Teil des Kaufpreises wird bei einem neutralen Dritten hinterlegt und erst unter festgelegten Bedingungen ausgezahlt.
Treuhandkonto
Konto, auf dem ein Treuhänder fremdes Geld getrennt vom eigenen Vermögen verwaltet.
Trittschall
Körperschall, der beim Gehen entsteht und über Decken und Wände in andere Wohnungen übertragen wird.
Tuck-in
Kleiner Zukauf, der vollständig in ein bestehendes, größeres Unternehmen eingegliedert wird.

U

U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient: Wärmemenge, die bei 1 Grad Temperaturunterschied je Quadratmeter durch ein Bauteil geht.
Übergabeprotokoll
Schriftliche Aufnahme des Zustands einer Wohnung bei Einzug oder Auszug, mit Zählerständen und Schlüsseln.
Übergang von Nutzen und Lasten
Stichtag im Kaufvertrag, ab dem Mieten, Kosten und Risiken des Objekts auf den Käufer übergehen.
Überraschende Klausel
AGB-Bestimmung, die so ungewöhnlich ist, dass der Vertragspartner nicht mit ihr rechnen musste; sie wird nicht Vertragsbestandteil.
Überschusseinkünfte
Einkunftsarten, bei denen der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten versteuert wird, etwa Vermietung.
Überversicherung
Versicherungssumme, die deutlich über dem tatsächlichen Wert liegt; Sie zahlen mehr Prämie ohne höhere Entschädigung.
Umlageschlüssel
Maßstab, nach dem Nebenkosten auf Mieter oder Eigentümer verteilt werden, etwa nach Fläche, Verbrauch oder Einheiten.
Umlaufbeschluss
Beschluss der Eigentümer außerhalb der Versammlung, den alle Eigentümer in Textform mittragen.
Umlaufvermögen
Vermögen, das nur kurz im Betrieb bleibt: Vorräte, Forderungen und liquide Mittel.
Umlegung
Gesetzlich geregeltes Tauschverfahren, mit dem die Gemeinde Grundstücke neu ordnet, damit zweckmäßige Baugrundstücke entstehen.
Umsatzbasierte Finanzierung
Finanzierung, die mit einem festen Anteil der laufenden Einnahmen zurückgezahlt wird. Die Rate folgt dem Umsatz.
Umsatzmiete
Miete, die ganz oder teilweise als Prozentsatz vom Umsatz des Mieters berechnet wird.
Umsatzrendite
Anteil des Gewinns am Umsatz in Prozent. Sie zeigt, wie viel von jedem Euro Umsatz als Gewinn bleibt.
Umsatzsteuer auf Anzahlungen
Bei Anzahlungen entsteht die Umsatzsteuer im Voranmeldungszeitraum des Geldeingangs, nicht erst mit der Leistung.
Umschuldung
Die Ablösung bestehender Kredite durch einen neuen Kredit mit anderen Bedingungen, etwa längerer Laufzeit oder niedrigerer Rate.
Unbedenklichkeitsbescheinigung
Bescheinigung des Finanzamts nach Zahlung der Grunderwerbsteuer. Ohne sie trägt das Grundbuchamt keinen neuen Eigentümer ein.
Untergemeinschaft
Gruppe der Eigentümer eines Hauses in einer Mehrhausanlage, der die Gemeinschaftsordnung eigene Entscheidungen zuweist.
Unterjährige Verzinsung
Verzinsung in Perioden kürzer als ein Jahr, etwa monatlich, bei der Zinsen innerhalb des Jahres mitverzinst werden.
Unterlassungserklärung
Zusage des Abgemahnten, einen Wettbewerbsverstoß nicht zu wiederholen, abgesichert durch eine Vertragsstrafe.
Unterlassungsklage
Klage, mit der ein Berechtigter verlangt, dass eine bestimmte Störung künftig unterbleibt.
Unternehmensbörse
Plattform im Netz, auf der Inhaber Unternehmen zum Verkauf anbieten und Käufer nach Angeboten suchen.
Unternehmensleitbild
Schriftlich festgelegte Grundhaltung eines Unternehmens, aus der Ziele und Verhalten nach innen und außen folgen.
Unternehmensnachfolge
Übergabe eines Unternehmens an Familie, Mitarbeiter oder einen externen Käufer.
Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
Variante der GmbH mit Stammkapital ab 1 Euro, die einen Teil ihres Gewinns bis 25.000 Euro zurücklegen muss.
Unternehmerlohn
Marktübliches Gehalt für die Arbeit des Inhabers. Bei der Bewertung wird es angesetzt, um das Ergebnis vergleichbar zu machen.
Unterspannbahn
Diffusionsoffene Bahn unter der Dachdeckung, die Flugschnee, Staub und Treibregen vom Dachraum fernhält.
Untervermietung
Ein Mieter überlässt gemietete Fläche ganz oder teilweise einem Dritten. Dafür braucht er in der Regel die Erlaubnis des Vermieters.
Unterversicherung
Zustand, in dem die Versicherungssumme unter dem Versicherungswert liegt; Schäden werden dann nur anteilig ersetzt.
Unterverteilung
Verteilerkasten in oder nahe der Wohnung, in dem die Stromkreise der Wohnung abgesichert und aufgeteilt werden.
Untervollmacht
Vollmacht, die ein Bevollmächtigter an eine weitere Person weitergibt, soweit die Hauptvollmacht dies erlaubt.
Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung
Erklärung in einer notariellen Urkunde, die dem Gläubiger die Vollstreckung ohne vorheriges Urteil erlaubt.
Unzumutbare Belästigung
Werbung, die Empfänger gegen ihren Willen erreicht, etwa Anrufe ohne Einwilligung; nach § 7 UWG unzulässig.

V

Variable Kosten
Kosten, die mit der Leistungsmenge steigen oder fallen, etwa Fahrtkosten zu einer Eigentümerversammlung.
Veränderungssperre
Satzung der Gemeinde, die während der Aufstellung eines Bebauungsplans Bauvorhaben im Plangebiet vorerst untersagt.
Veräußerungsbeschränkung
Vereinbarung, nach der der Verkauf einer Eigentumswohnung die Zustimmung des Verwalters oder anderer Eigentümer braucht.
Verbotene Eigenmacht
Entzug oder Störung des Besitzes ohne Willen des Besitzers und ohne gesetzliche Erlaubnis.
Verbraucherpreisindex
Vom Statistischen Bundesamt ermittelter Index der Preisentwicklung für private Haushalte.
Verdachtsmeldung
Meldung eines Verpflichteten an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen, wenn Tatsachen auf Geldwäsche hindeuten.
Vereinbarung
Regelung aller Wohnungseigentümer, die vom Gesetz abweichen darf und mit Grundbucheintrag auch Erwerber bindet.
Verflechtung
Rechtliche, wirtschaftliche oder persönliche Bindung des Maklers an eine Vertragspartei; sie kann den Provisionsanspruch ausschließen.
Vergleichswertverfahren
Wertermittlungsverfahren, das den Wert aus Kaufpreisen vergleichbarer Grundstücke ableitet.
Verjährung
Ablauf einer Frist, nach der ein Schuldner die Leistung dauerhaft verweigern darf.
Verkäuferdarlehen
Der Verkäufer stundet einen Teil des Kaufpreises und erhält ihn später in Raten. Im Immobiliengeschäft heißt das Restkaufpreisdarlehen.
Verkaufsoption
Vertragliches Recht, einen Anteil zu einem festgelegten Preis an den Vertragspartner zu verkaufen. Englisch Put-Option.
Verkehrssicherungspflicht
Pflicht, Gefahren auf Grundstück und Gebäude abzuwehren, etwa durch Winterdienst oder Kontrolle loser Bauteile.
Verkehrswert
Marktwert eines Grundstücks nach § 194 BauGB: der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbare Preis.
Vermieterpfandrecht
Gesetzliches Pfandrecht des Vermieters an den eingebrachten Sachen des Mieters für Forderungen aus dem Mietverhältnis.
Vermittlungsmakler
Makler, der aktiv auf die Gegenseite einwirkt und die Verhandlungen bis zum Vertragsabschluss führt.
Vermittlungsprovision
Vergütung, die ein Makler oder Vermittler für das Zustandekommen eines Geschäfts erhält, meist ein Prozentsatz vom Preis.
Vermögensbericht
Jährlicher Bericht des Verwalters über den Stand der Erhaltungsrücklage und das wesentliche Vermögen der Gemeinschaft.
Vermögensschadenhaftpflichtversicherung
Versicherung des Verwalters für Vermögensschäden, die er Kunden durch berufliche Fehler verursacht.
Verpfändung
Bestellung eines Pfandrechts an einem Gegenstand oder Recht, etwa an Geschäftsanteilen, als Sicherheit für einen Kredit.
Verrichtungsgehilfe
Weisungsgebundene Hilfsperson, etwa ein Angestellter; für sie haftet der Geschäftsherr, wenn er Auswahl oder Aufsicht vernachlässigt.
Versammlungsleitung
Führung der Eigentümerversammlung, in der Regel durch den Verwalter, von der Eröffnung bis zur Verkündung der Beschlüsse.
Verschmelzung
Zwei oder mehr Gesellschaften gehen in einer auf. Vermögen und Verträge gehen dabei im Ganzen über.
Verschonungsabschlag
Abschlag von 10 Prozent auf den Wert zu Wohnzwecken vermieteter Grundstücke bei Erbschaft- und Schenkungsteuer.
Versicherungsberater
Berater, der Versicherungsnehmer gegen Honorar berät und vertritt, ohne Provisionen von Versicherern zu erhalten.
Versicherungsmakler
Vermittler, der im Auftrag des Kunden Versicherungen am Markt auswählt, ohne von einem Versicherer betraut zu sein.
Versicherungsvertreter
Vermittler, den ein oder mehrere Versicherer mit dem Vertrieb ihrer Verträge betraut haben.
Versicherungswert
Wert, zu dem ein Gebäude versichert ist, meist als gleitender Neuwert für den Wiederaufbau.
Verteilungsmasse
Fläche, die in der Umlegung nach Abzug von Straßen, Wegen und Grünflächen an die Eigentümer verteilt wird.
Vertragsmanagement
Gestaltung, Überwachung und Anpassung aller Verträge eines Objekts mit ihren Fristen.
Vertragsstrafe
Vereinbarte Geldzahlung bei Verzug oder Pflichtverletzung, im Bauvertrag meist je Werktag und mit Obergrenze.
Vertragsübernahme
Ein Dritter tritt mit allen Rechten und Pflichten in einen bestehenden Vertrag ein. Der andere Vertragspartner muss zustimmen.
Vertrauensschadenversicherung
Versicherung gegen vorsätzliche Schäden durch eigene Mitarbeiter oder Vertraute, etwa Veruntreuung von Geldern.
Vertreter ohne Vertretungsmacht
Person, die im Namen eines anderen handelt, ohne dazu bevollmächtigt zu sein; der Vertrag ist bis zur Genehmigung schwebend unwirksam.
Verwaltermandat
Der Auftrag an eine Hausverwaltung, ein Objekt oder eine Eigentümergemeinschaft zu betreuen.
Verwaltervertrag
Vertrag zwischen Gemeinschaft und Verwalter über Leistungen, Vergütung und Laufzeit, getrennt von der Bestellung.
Verwalterwechsel
Wechsel der Hausverwaltung einer Eigentümergemeinschaft, beschlossen von der Eigentümerversammlung, mit Übergabe von Konten und Unterlagen.
Verwaltungsbeirat
Von den Eigentümern gewähltes Gremium einer Eigentümergemeinschaft, das den Verwalter unterstützt und überwacht.
Verwaltungseinheit
Bezugsgröße der Hausverwaltung: eine verwaltete Wohnung, Gewerbeeinheit oder ein Stellplatz, auf die Kosten und Personal bezogen werden.
Verwaltungskosten
Kosten für Personal, Einrichtungen und Arbeit der Verwaltung eines Gebäudes, bei Wohnraum nicht umlegbar.
Verwaltungsunterlagen
Alle Akten, Belege, Verträge und Protokolle, die bei der Verwaltung einer Wohnungseigentümergemeinschaft entstehen.
Verwaltungsvermögen
Vermögen der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer: Konten, Forderungen, Sachen und Verbindlichkeiten.
Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten
Schriftliche Übersicht nach Art. 30 DSGVO, welche personenbezogenen Daten zu welchen Zwecken verarbeitet werden.
Verzugszinsen
Zinsen, die ein Schuldner ab Verzug auf eine fällige Geldforderung zahlen muss.
Vier-Seiten-Modell
Kommunikationsmodell, nach dem jede Nachricht Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung und Appell enthält.
VOB/B
Allgemeine Vertragsbedingungen für Bauleistungen, die nur gelten, wenn die Parteien sie vereinbaren.
Vollmacht
Durch Rechtsgeschäft erteilte Befugnis, im Namen eines anderen Erklärungen mit Wirkung für und gegen ihn abzugeben.
Vollstreckungsbescheid
Vollstreckbarer Titel, den das Mahngericht erlässt, wenn der Schuldner dem Mahnbescheid nicht widerspricht.
Vollstreckungsklausel
Amtlicher Vermerk auf dem Titel, der bescheinigt, dass aus ihm vollstreckt werden darf.
Volltilgerdarlehen
Annuitätendarlehen, dessen Rate so bemessen ist, dass es bis zum Ende der einzigen Zinsbindung vollständig getilgt ist.
Vollwartungsvertrag
Wartungsvertrag, der neben Pflege und Prüfung auch Reparaturen und Ersatzteile abdeckt.
Vollzugstermin
Zeitpunkt, an dem ein Unternehmenskauf wirtschaftlich vollzogen wird. Englisch: Closing.
Vorauszahlung
Zahlung des Kunden vor der Leistung. Sie bringt Liquidität, ist aber eine Verpflichtung, keine Einnahme.
Vorfälligkeitsentschädigung
Ausgleich, den die Bank bei vorzeitiger Rückzahlung eines Festzinsdarlehens für ihren Zinsschaden verlangt.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan
Bebauungsplan für ein konkretes Vorhaben, den ein Investor mit der Gemeinde abstimmt.
Vorkaufsrecht
Recht, in einen Kaufvertrag über ein Grundstück zu den vereinbarten Bedingungen anstelle des Käufers einzutreten.
Vorsteuer
Umsatzsteuer aus Eingangsrechnungen, die ein Unternehmer mit steuerpflichtigen Umsätzen vom Finanzamt zurückholt.
Vorverkaufsquote
Anteil der Wohnungen eines Bauträgerprojekts, der vor Baubeginn verbindlich verkauft sein muss.
Vorvermieterbescheinigung
Bestätigung des früheren Vermieters, dass der Bewerber keine Mietschulden hinterlassen hat.
Vorvertraglichkeit
Ausschluss von Rechtsstreitigkeiten, deren Ursache vor Beginn des Versicherungsschutzes liegt.

W

Warenkreditversicherung
Eine Versicherung, die Lieferanten gegen den Zahlungsausfall ihrer Kunden schützt.
Warenlagerfinanzierung
Kredit, bei dem das Warenlager als Sicherheit dient. Beleihbar ist nur Ware, die dem Betrieb gehört.
Wärmebrücke
Bereich eines Bauteils, durch den Wärme schneller nach außen fließt als durch die übrige Fläche.
Wärmedämmverbundsystem
Außendämmung aus Dämmplatten, Armierung und Putz, die auf die Fassade aufgebracht wird.
Wärmerückgewinnung
Technik in Lüftungsanlagen, die der Abluft Wärme entzieht und damit die frische Zuluft vorwärmt.
Wartungsvertrag
Vertrag mit einer Fachfirma über regelmäßige Pflege und Prüfung technischer Anlagen.
Wechselkursrisiko
Gefahr, dass sich Forderungen oder Schulden in fremder Währung durch Kursänderungen in Euro verteuern.
WEG-Verwaltung
Die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums einer Wohnungseigentümergemeinschaft nach dem Wohnungseigentumsgesetz.
Werbungskosten
Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen, etwa Schuldzinsen und Reparaturen bei Vermietung.
Werdender Wohnungseigentümer
Ersterwerber vom teilenden Eigentümer, der mit Vormerkung und Besitz schon vor der Eintragung als Eigentümer gilt.
Werkvertrag
Vertrag, bei dem ein bestimmter Erfolg geschuldet ist, nicht nur eine Tätigkeit. Geregelt in §§ 631 ff. BGB.
Wert 1914
Rechengröße der Gebäudeversicherung: Neubauwert eines Hauses, zurückgerechnet auf Baupreise des Jahres 1914.
Wertberichtigung
Buchhalterische Minderung des Werts einer Forderung, deren Eingang unsicher geworden ist.
Wertersatz
Geldausgleich für eine Leistung, die nach Widerruf oder Rücktritt nicht in Natur zurückgegeben werden kann.
Wertprinzip
Stimmprinzip, bei dem sich das Stimmgewicht nach den Miteigentumsanteilen des Eigentümers richtet.
Wertsicherungsklausel
Vertragsklausel, die einen Zahlbetrag an einen Index koppelt, meist an den Verbraucherpreisindex.
Wettbewerbsverbot
Vertragliche Pflicht, einem anderen für eine bestimmte Zeit und in einem Gebiet keine Konkurrenz zu machen.
Widerrufsbelehrung
Information des Verbrauchers in Textform über Bestehen, Frist und Ausübung seines Widerrufsrechts.
Widerrufsrecht
Recht des Verbrauchers, einen online oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Vertrag binnen 14 Tagen zu widerrufen.
Widerspruch im Grundbuch
Eintragung, die auf eine mögliche Unrichtigkeit hinweist und den gutgläubigen Erwerb ausschließt.
Wiederkehrender Umsatz
Umsatz aus laufenden Verträgen, der ohne neuen Verkauf wiederkommt, etwa Wartungs- oder Verwaltungsverträge.
Willenserklärung
Äußerung eines Willens, die unmittelbar eine Rechtsfolge herbeiführen soll, etwa ein Angebot oder eine Annahme.
Wirtschaftlich Berechtigter
Natürliche Person, die hinter einem Vertragspartner steht und ihn kontrolliert oder für die das Geschäft letztlich erfolgt.
Wirtschaftliches Eigentum
Tatsächliche Herrschaft über einen Gegenstand mit Nutzen, Lasten und Risiken, unabhängig vom Eintrag im Grundbuch.
Wirtschaftlichkeitsberechnung
Rechnung, die Gesamtkosten, Finanzierung sowie laufende Aufwendungen und Erträge eines Objekts im ersten Jahr gegenüberstellt.
Wirtschaftlichkeitsgebot
Pflicht des Vermieters, nur Betriebskosten umzulegen, die bei ordentlicher Geschäftsführung gerechtfertigt sind.
Wirtschaftsplan
Jährlicher Haushaltsplan der Gemeinschaft, aus dem sich die Vorschüsse der Eigentümer ergeben.
Wohn-Riester
Riester-Förderung für Kauf, Bau, Entschuldung oder altersgerechten Umbau selbst genutzten Wohneigentums.
Wohnberechtigungsschein
Behördlicher Nachweis, dass ein Haushalt eine öffentlich geförderte Wohnung beziehen darf.
Wohnflächenverordnung
Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche, Pflicht im geförderten und üblich im frei finanzierten Wohnungsbau.
Wohngebäudeversicherung
Sachversicherung für das Gebäude gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, auf Wunsch erweitert.
Wohnungsbauprämie
Staatliche Prämie auf eigene Sparbeiträge für wohnwirtschaftliche Zwecke, etwa in einen Bausparvertrag.
Wohnungsgeberbestätigung
Schriftliche oder elektronische Bestätigung des Vermieters über den Einzug, Voraussetzung der Anmeldung beim Meldeamt.
WU-Beton
Wasserundurchlässiger Beton, der Keller ohne zusätzliche Abdichtung gegen Feuchtigkeit und Grundwasser schützt.

Z

Zahlungsunfähigkeit
Lage, in der ein Unternehmen seine fälligen Zahlungen nicht mehr leisten kann. Sie ist ein Insolvenzgrund.
Zeitmietvertrag
Befristeter Wohnraummietvertrag, nur zulässig mit gesetzlichem Befristungsgrund, der bei Vertragsschluss schriftlich genannt ist.
Zertifizierter Verwalter
Verwalter, der vor einer IHK geprüft hat, dass er die nötigen Kenntnisse für die WEG-Verwaltung besitzt.
Zinsänderungsrisiko
Gefahr, dass steigende Marktzinsen die Kosten einer Finanzierung bei Anschluss oder Anpassung erhöhen.
Zinsbindung
Zeitraum, für den Bank und Darlehensnehmer einen festen Sollzins vereinbaren.
Zinseszins
Zins auf bereits gutgeschriebene Zinsen, wenn Erträge nicht ausgezahlt, sondern mit dem Kapital wieder angelegt werden.
Zubehör
Bewegliche Sache, die dem wirtschaftlichen Zweck eines Grundstücks dient, ohne fester Bestandteil zu sein.
Zuschlag
Gerichtliche Entscheidung in der Zwangsversteigerung, mit der der Meistbietende das Eigentum erwirbt.
Zustimmungsvorbehalt
Vertragliche Regel, nach der bestimmte Geschäfte nur mit Zustimmung der Gesellschafter oder eines Gremiums erfolgen dürfen.
Zuteilung
Zeitpunkt, ab dem eine Bausparkasse Guthaben und Bauspardarlehen auszahlt.
Zwangsversteigerung
Gerichtliches Verfahren, in dem ein Grundstück zur Befriedigung von Gläubigern versteigert wird.
Zwangsversteigerungsvermerk
Eintragung in Abteilung II, die die Beschlagnahme eines Grundstücks im Versteigerungsverfahren zeigt.
Zwangsverwaltung
Vollstreckung in ein Grundstück, bei der ein Zwangsverwalter die Mieten zur Befriedigung der Gläubiger einzieht.
Zwangsvollstreckung
Staatliches Verfahren, mit dem ein Gläubiger seinen titulierten Anspruch gegen den Schuldner durchsetzt.
Zweckbestimmung
Festlegung in der Teilungserklärung, wofür eine Einheit genutzt werden darf, etwa Wohnung, Laden oder Büro.
Zweckerklärung
Teil des Sicherungsvertrags, der festlegt, welche Forderungen eine Grundschuld sichert.
Zweitbeschluss
Erneuter Beschluss der Eigentümer über eine Angelegenheit, die bereits durch Beschluss geregelt ist.
Zweite Berechnungsverordnung
Verordnung über wohnungswirtschaftliche Berechnungen, die Aufbau und Ansätze der Wirtschaftlichkeitsberechnung regelt.
Zwischenablesung
Ablesung der Zähler und Heizkostenverteiler beim Mieterwechsel während des Abrechnungszeitraums.
Zwischenfinanzierung
Kurzfristige Finanzierung, die eine zeitliche Lücke bis zum Eingang langfristiger Mittel oder Verkaufserlöse überbrückt.

Ausgezeichnete Lösungen aus 30+ Jahren Praxis

Immobilienwirtschaft seit 1992. Digitales Marketing seit 2003. Automatisierte Webinare seit 2010.
Unternehmensberatung für den Mittelstand seit 2012.

Die Werkzeuge haben sich seitdem entwickelt. KI ist gekommen. Die Prinzipien sind geblieben.

Begeisterte Kundenstimmen.

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