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Management-Buy-out: Der Betriebsleiter kauft

Stand:

Ein Zulieferbetrieb mit 11 Mio. Euro Umsatz und 60 Mitarbeitern. In der Familie gibt es keinen Nachfolger. Der Betriebsleiter führt seit 14 Jahren. Jetzt kauft er über eine eigene Erwerbsgesellschaft.

Beim Immobilienbestand gibt es dieselbe Figur. Der Bestandsleiter eines Portfolios kauft eines der Häuser selbst. Er kennt jeden Mieter, jede Rücklage und jeden Rückstand.

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Drei starke Seiten

Der Management-Buy-out hat drei starke Seiten. Erstens kennt der Käufer die Zahlen. Er braucht keine sechs Monate Einarbeitung.

Zweitens kennen ihn die Kunden. Der wichtigste Kunde bleibt ruhig. Drittens kennt ihn die Bank aus 14 Jahren Berichtswesen.

Diese drei Punkte senken das Risiko sichtbar. Die Bank rechnet das ein.

Drei schwache Seiten

Erstens Betriebsblindheit. Wer 14 Jahre drin ist, sieht Altlasten nicht mehr.

Zweitens der Informationsvorsprung. Der Verkäufer prüft, was der Käufer weiß.

Drittens die Doppelrolle. Der Käufer verhandelt gegen seinen eigenen Arbeitgeber.

Jede dieser Schwächen hat dieselbe Wurzel. Der Käufer weiß mehr als jeder fremde Interessent. Der Verkäufer weiß das auch. Er fragt sich, was der Käufer ihm verschweigt.

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Der Punkt, der entscheidet

Über diese Konstellation entscheidet Transparenz. Legen Sie offen, was Sie aus Ihrer Rolle heraus wissen. Was verschwiegen wird, kommt nach dem Kauf zurück. Deshalb verlangen Verkäufer in dieser Lage regelmäßig eine offene Aufstellung.

In Deutschland steht in den kommenden Jahren eine große Zahl von Nachfolgen an.

Wie dieses Instrument mit den anderen zusammenspielt, zeigt der Beitrag Firmenkauf auf Kredit: nüchtern gerechnet.

Fazit zum Management-Buy-out

Der Betriebsleiter ist für Bank und Kunden der vertrauteste Käufer. Sein Wissen ist zugleich sein heikelster Punkt. Er verhandelt gegen den Arbeitgeber, dessen Zahlen er kennt.

Schreiben Sie vor dem ersten Angebot auf, was Sie aus Ihrer Rolle wissen. Legen Sie diese Aufstellung dem Verkäufer offen vor.

Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Dominik Eller
Dominik Eller
Fachwirt der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (IHK)
30 Jahre Praxis in Dienstleistung, Immobilienwirtschaft, Vertrieb und Beratung.

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Hinweis

Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel und beschreiben kein bestimmtes Unternehmen.


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