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Firma verkaufen: Was bleibt ohne Sie?

Stand:

Stellen Sie sich vor, Sie sind vier Wochen nicht im Betrieb. Wer seine Firma verkaufen will, beantwortet diese Frage ehrlich. Was läuft in dieser Zeit weiter? Und was bleibt liegen, bis Sie zurück sind?

Eine Stelle oder ein Vermögen

Viele Inhaber halten ihren Betrieb für ein Vermögen. Sie haben ihn aufgebaut, oft über Jahrzehnte. Doch ein Betrieb, der nur mit Ihnen funktioniert, ist eine Stelle. Ein Käufer kann diese Stelle nicht übernehmen, denn er bekommt Sie nicht mit.

Die Fachleute nennen das Inhaberabhängigkeit. Gemeint ist ein Betrieb, in dem jede Entscheidung über einen Schreibtisch läuft. Kunden rufen den Chef an, nicht das Haus. Wissen steht im Kopf des Inhabers, nicht in Unterlagen.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema?

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Was ein Käufer tatsächlich kauft

Ein Käufer zahlt für das, was nach Ihrem Weggang bleibt. Bleibt wenig, sinkt der Geschäftswert deutlich. Im schlimmsten Fall findet sich gar kein Käufer.

Ein Ingenieurbüro mit dreißig Jahren Erfahrung zeigt das Muster. Der Inhaber hat jedes Projekt selbst geleitet und jeden Bauherrn selbst betreut. Als er verkaufen will, fragen Interessenten nach den Abläufen.

Es gibt keine. Es gab immer nur ihn. Er verkauft am Ende Akten und Ausstattung, und er nennt das sein Lebenswerk.

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Was ohne Sie bleibt

Was bleibt, lässt sich in drei Teile fassen. Erstens Abläufe, die aufgeschrieben sind und ohne Sie funktionieren. Zweitens ausgebildete Leute, die entscheiden dürfen und es auch tun. Drittens Kunden, die dem Haus vertrauen und nicht Ihrer Person. Alles andere geht mit Ihnen.

So beginnen Sie:

Diese Arbeit braucht Jahre, nicht Wochen. Beginnen Sie deshalb lange vor dem geplanten Verkauf.

Häufige Fragen zum Firmenverkauf

Können Sie eine Firma verkaufen, die von Ihnen abhängt? Möglich ist es, meist nur zu einem niedrigen Preis. Der Käufer rechnet damit, dass Kunden und Wissen mit Ihnen gehen.

Wann beginnen Sie mit der Vorbereitung? Je früher, desto besser, denn Abläufe und Personal brauchen Zeit. Planen Sie eine Unternehmensnachfolge über mehrere Jahre.

Was prüft ein Käufer zuerst? Er prüft, ob der Betrieb ohne den Inhaber trägt. Dazu gehören Abläufe, Personal und die Bindung der Kunden an das Haus.

Mehr dazu im Beitrag Ihre Definition von Erfolg.

Fazit zum Firmenverkauf

Verkaufen können Sie nur, was ohne Sie weiterläuft. Ein Betrieb, der an Ihrer Person hängt, ist eine Stelle und kein Vermögen. Schreiben Sie diese Woche jede Entscheidung auf, die nur Sie treffen. Übergeben Sie die erste davon.

Herzliche Grüße
Ihr Dominik Eller

Dominik Eller
Dominik Eller
Fachwirt der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (IHK)
30 Jahre Praxis in Dienstleistung, Immobilienwirtschaft, Vertrieb und Beratung.

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Hinweis

Das Beispiel ist ein Praxisbeispiel und beschreibt kein bestimmtes Unternehmen. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.


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